Die Akten Sinan Ateş und Ayhan Bora Kaplan rufen Soylu in Erinnerung: 'Jeder wird die Karten auf den Tisch legen'
Die Gazete-Pencere-Kolumnistin Nuray Babacan schrieb, dass im Zuge der Ermittlungen zum Attentat auf Sinan Ateş und zum Fall Ayhan Bora Kaplan der damalige Innenminister Süleyman Soylu wieder in den Fokus rücke und man davon spreche, dass bald jeder die Karten auf den Tisch legen werde.
Die Gazete-Pencere-Kolumnistin Nuray Babacan schrieb, dass in der AKP Entwicklungen in der Justiz und bei der Polizei auf die Tagesordnung gekommen seien und auch über den ehemaligen Innenminister Süleyman Soylu gesprochen werde, wobei man davon ausgehe, dass bald jeder die Karten auf den Tisch legen werde.
"FÜR DIE ZEIT NACH ERDOĞAN..."
Babacan äußerte sich in dem entsprechenden Abschnitt ihres Artikels wie folgt:
"In den letzten Tagen sind sowohl im Staat als auch in der Partei die Gruppierungen und verdeckten Konflikte bemerkenswert. Insbesondere die komplizierten Vorgänge in der Justiz und bei der Polizei haben dazu geführt, dass die Frage ‚Was passiert hier eigentlich?‘ häufiger gestellt wird. Man versucht zu verstehen, ob die Operationen gegen die Partei selbst oder nur gegen bestimmte Namen innerhalb der Partei gerichtet sind.
Ein Satz, den der ehemalige Innenminister Süleyman Soylu vor kurzem äußerte, wurde in dieser unübersichtlichen Agenda wieder in Erinnerung gerufen. Soylus Worte: ‚Ich war 7 Jahre lang Innenminister, der gesamte Staat ist an mir vorbeigezogen‘, werden so interpretiert, dass er sagen wollte: ‚Es gibt nichts, was ich nicht weiß. Ich verfüge über alle Arten von Informationen über jeden.‘ Es wird kommentiert, dass bald jeder die Karten auf den Tisch legen werde. Es gibt auch Stimmen, die interpretieren, dass all diese Aktivitäten mittelfristig eine Botschaft für die Zukunft der AKP und die Zeit nach Erdoğan enthalten könnten.
KRITIK AM PRÄSIDIALSYSTEM
Es gibt diejenigen, die die Probleme an der Macht auf eine schlechte Regierungsführung und die aufeinanderfolgenden Fehler der letzten zehn Jahre zurückführen. Wir hatten bereits geschrieben, dass das Problem nicht nur die Wirtschaftskrise sei, sondern dass die Entfremdung der Partei vom Volk das eigentliche Ärgernis darstelle. Einige AKP-Mitglieder sagen, dass der wahre Grund für die Auflösung und den Zerfall der Partei die falsche Anwendung des Präsidialsystems sei."
Nachrichtenquelle: 12punto
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