Erinnerung an 'Belgien' für Ministerin Göktaş nach Video mit religiösen Gesängen: Von der Christdemokratischen Partei zur französischen Schule...
Ein in den sozialen Medien kursierendes Video, in dem die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, religiöse Gesänge (Ilahi) vorträgt, hat bei Bürgern für Kritik gesorgt. Der Kontrast zwischen dem 'einheimischen und nationalen' Profil der Ministerin und ihrer Vergangenheit mit 'belgischer Staatsbürgerschaft' sowie ihren Entscheidungen bei der Erziehung ihrer Kinder wurde zu einem der meistdiskutierten Themen in den sozialen Medien.
Die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, sorgte kürzlich mit Aufnahmen, die sie beim Singen eines derzeit populären religiösen Liedes (Ilahi) gemeinsam mit kleinen Kindern zeigen, für eine Debatte über ihre "Aufrichtigkeit" in der Öffentlichkeit.
Tüm Türkiye’nin yüreğine işleyen o ilahiyi duyunca çocuklarımızla birlikte eşlik etmeden duramadık.
— Mahinur Özdemir Göktaş (@MahinurOzdemir) February 26, 2026
Seslerimizin ve gönüllerimizin bir olduğu, aynı duygu ve inançla birbirimize kenetlendiğimiz nice Ramazanlara…??
Bu kıymetli eseri milyonların diline düşüren besteci Abdurrahman… pic.twitter.com/v4SPPvUAQF
Nach diesem Beitrag der Ministerin Göktaş, der religiöse Gefühle anspricht, äußerten Bürger scharfe Kritik und erinnerten an die politische Vergangenheit und die familiären Entscheidungen der Ministerin.
VON DER CHRISTDEMOKRATISCHEN PARTEI INS KABINETT
Im Zentrum der Kritik steht, dass Göktaş in Belgien geboren wurde und die belgische Staatsbürgerschaft besitzt. Dass die Ministerin ihre politische Karriere nicht in der Türkei, sondern in der belgischen Politik begann, wurde erneut thematisiert.

Die Identität der Partei, für die Göktaş in das Parlament der Region Brüssel-Hauptstadt gewählt wurde, ist bemerkenswert. Göktaş war Abgeordnete für die Partei Centre Démocrate Humaniste (Humanistisches Demokratisches Zentrum), deren Wurzeln in der Tradition der "Christlich Sozialen Partei" (PSC) liegen und die die christdemokratische Ideologie der Mitte vertritt. Nutzer sozialer Medien stellten die Frage: "Wie konsistent ist es, wenn eine Person, die ihre politische Karriere in einer europäischen Partei mit christdemokratischer Tradition geformt hat, heute in der Türkei konservative Wähler mit religiösen Gesängen anspricht?"
"EINHEIMISCHE UND NATIONALE" RHETORIK, WAHL DER "FRANZÖSISCHEN SCHULE"
Ein weiterer Aspekt der Reaktionen betraf ihre Bildungsentscheidungen. Trotz der von der Regierung häufig betonten Rhetorik einer "einheimischen und nationalen Bildung" wurde daran erinnert, dass die Schule, die Ministerin Göktaş für ihre eigenen Kinder gewählt hat, das Ankara Charles de Gaulle Französische Gymnasium ist.
Bürger bezeichneten es als "Entfremdung vom Volk", dass eine Ministerin ihre Kinder nicht im nationalen Bildungssystem der Türkei, sondern an einem französischen Gymnasium mit elitärem Status anmeldet, während die Bevölkerung mit der Wirtschaftskrise und Problemen im Bildungssystem zu kämpfen hat.
In den Kommentaren in den sozialen Medien wurde die Ansicht vertreten: "Es wirkt nicht glaubwürdig, wenn eine Ministerin, die ihre Kinder auf eine französische Schule schickt, die belgische Staatsbürgerschaft besitzt und aus den Reihen einer christdemokratischen Partei kommt, das Volk mit einem Video von religiösen Gesängen anspricht."
Nachrichtenquelle: 12punto
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