Fatih Erbakan schließt Tür für Cumhur İttifakı: Unsere Entscheidung steht fest
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi (YRP), Fatih Erbakan, äußerte sich in einer Fernsehsendung zu aktuellen politischen Themen.
Auf Fragen zu möglichen Kontakten mit der Saadet Partisi und der Yeni-Yol-Gruppe antwortete Erbakan, dass eine Zusammenarbeit von Parteien, die ähnliche Wählerschichten ansprechen, eine bedeutende Synergie erzeugen könne.
Erbakan argumentierte, dass ein starkes Bündnis entstehen könne, wenn Parteien mit Wurzeln in der Milli-Görüş-Bewegung und einer ähnlichen Wählerbasis zusammenkämen: "Ein solches Bündnis könnte dazu beitragen, einen dritten Weg in der türkischen Politik zu eröffnen. In diesem Rahmen haben wir die Tür für mögliche Bündnisse bei den Parlamentswahlen nicht vollständig verschlossen", sagte er.
WIE HOCH IST DER STIMMENANTEIL DER YRP?
Erbakan erinnerte daran, dass sie bei den letzten Kommunalwahlen mit 520.000 Mitgliedern 7 Prozent der Stimmen erhalten hätten: "Heute ist unsere Mitgliederzahl auf 660.000 gestiegen. Wenn man bedenkt, dass wir bei vergangenen Wahlen etwa das Sechsfache unserer Mitgliederzahl an Stimmen erhalten haben, deutet das aktuelle Bild auf ein Wählerpotenzial von fast 4 Millionen hin", sagte er.
Unter Berücksichtigung der Gesamtzahl der Wähler in der Türkei entspreche dies einem Anteil von 8 Prozent, so Erbakan: "Wir glauben, dass wir heute einen Stimmenanteil zwischen 8 und 10 Prozent erreichen können. Unser Ziel ist es, unsere Mitgliederzahl auf 1 Million zu erhöhen und damit die 15- bis 20-Prozent-Marke zu erreichen. Diese Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern basieren vollständig auf mathematischen Daten", erklärte er.
'WENN SAADET UNTERSTÜTZUNG LEISTET...'
Bezüglich der Äußerungen des Vorsitzenden der Saadet Partisi, Mahmut Arıkan, zur Präsidentschaftskandidatur stellte Erbakan klar, dass es diesbezüglich keine offiziellen Kontakte oder Vereinbarungen gebe.
Zu den Behauptungen, dass unter der Führung des ehemaligen Präsidenten Abdullah Gül ein Block gebildet werden solle, sagte Erbakan: "Wir hatten schon lange keinen direkten Kontakt mehr zu Abdullah Gül."
'UNSERE ENTSCHEIDUNG STEHT FEST'
Erbakan betonte, dass sie die Türen für die Cumhur İttifakı geschlossen hätten, und erklärte:
"Unsere Entscheidung in dieser Angelegenheit steht fest. Das ist es auch, was unser Volk will. Wir sind der Meinung, dass es keinen Sinn ergibt, etwas, das wir bereits einmal versucht haben, noch einmal zu versuchen und sich erneut zu täuschen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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