Der Streit innerhalb der Regierung eskaliert: Nach Mehmet Şimşek ist Ali Yerlikaya das nächste Ziel!
Prof. Dr. Ergün Yolcu, Berater des Innenministers Ali Yerlikaya, wurde vom Yeni-Şafak-Kolumnisten İsmail Kılıçarslan kritisiert, indem er ihn mit der Ära des 28. Februars in Verbindung brachte. Minister Yerlikaya wurde als „Emoji-Minister“ bezeichnet.
Beim Fernsehsender Tvnet, der zur Yeni-Şafak-Gruppe gehört, wurde Innenminister Ali Yerlikaya über seinen Berater Prof. Dr. Ergün Yolcu ins Visier genommen. Der Yeni-Şafak-Kolumnist İsmail Kılıçarslan kritisierte Yerlikaya, wies auf die Vergangenheit von Yolcu hin und stellte dessen Rolle während des Prozesses vom 28. Februar in Frage.
KILIÇARSLANS KRITIK AN YERLIKAYA: „EMOJI-MINISTER“
In der Sendung auf Tvnet bezeichnete İsmail Kılıçarslan Innenminister Ali Yerlikaya als „Emoji-Minister“ und sagte:
„Was ist Ali Yerlikaya, mein Freund? Ali Yerlikaya hat sich in ein riesiges Emoji verwandelt. Jeder macht sich darüber lustig, nennen ihn Emoji-Minister. Schau, sie machen sich als Emoji-Minister über ihn lustig. Was ist ein Emoji-Minister, mein Lieber?“
Kılıçarslan nahm auch Yerlikayas Kommunikationsberater Prof. Dr. Ergün Yolcu ins Visier und äußerte: „Es wird ein mutiger Yeni-Şafak-Reporter gesucht, der recherchiert, was dieser Kommunikationsprofessor am 28. Februar getan hat.“ Diese Äußerungen fielen insbesondere als Kritik auf, die die Vergangenheit von Yerlikaya und Yolcu hinterfragt.
Sowohl beim Fernsehsender Tvnet der regierungsnahen Yeni-Şafak-Gruppe als auch in Kılıçarslans Erklärungen wurde die Vergangenheit von Prof. Dr. Ergün Yolcu in Frage gestellt. Wer Yolcu ist und welche Aufgaben er innehatte, wurde zum Gegenstand der Neugier. Ergün Yolcu, der nach dem Amtsantritt von Ali Yerlikaya als Berater ernannt wurde, ist als Akademiker bekannt, der viele Jahre lang als Dozent und in leitenden Funktionen an der Kommunikationsfakultät der Universität Istanbul tätig war.
Der Name von Prof. Dr. Ergün Yolcu war bereits zuvor Gegenstand verschiedener medialer Debatten. Insbesondere Yeni Şafak, das die Nachricht vom Rücktritt von Berat Albayrak als Finanzminister erst 17 Stunden später veröffentlichte, hatte seine Kritik an Albayrak fortgesetzt. In einer Zeit, in der der Yeni-Şafak-Kolumnist Aydın Ünal die Wirtschaftspolitik von Albayrak kritisierte, waren in den Schlagzeilen der Zeitung in ähnlicher Weise einige politische Maßnahmen der Regierung ins Visier genommen worden.
WER IST ERGÜN YOLCU?
Prof. Dr. Ergün Yolcu wurde am 26. Mai 1967 in Çıldır geboren. Yolcu absolvierte sein Grundstudium an der Literaturfakultät der Universität Istanbul und schloss anschließend sein Masterstudium sowie seine Promotion an der Kommunikationsfakultät derselben Universität ab. Yolcu begann seine Tätigkeit 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kommunikationsfakultät der Universität Istanbul und erreichte im Laufe der Zeit die Titel Assistenzprofessor, Dozent und Professor.
Prof. Dr. Yolcu war in verschiedenen Medienorganen tätig und diente auch als Experte und Berater des Generaldirektors bei der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT). Darüber hinaus übernahm er wichtige Aufgaben in Bereichen wie Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Istanbul.
Prof. Dr. Yolcu ist auch ein bekannter Name in der Dokumentarfilmproduktion und -regie. Im Jahr 2011 führte er Regie bei dem Dokumentarfilm „Die Universität Istanbul von 1453 bis heute“, der zu den Projekten der Kulturhauptstadt Europas Istanbul 2010 gehörte. Zudem gewann er mit dem Kurzfilm „Uzun İnce Bir Yoldayım“ (Ich bin auf einem langen, schmalen Weg) den Preis für soziale Verantwortung beim Antalya Film Festival 2015. Der von Yolcu inszenierte Kurz-Dokumentarfilm „Sığınmak“ (Zuflucht suchen) wurde beim Antalya Film Festival 2016 gezeigt.
AKTUELLE KRITIK UND DER MACHTKAMPF IN DER REGIERUNG
Die in Yeni Şafak veröffentlichte Kritik an Ali Yerlikaya verdeutlichte auch das Ausmaß der internen Kämpfe innerhalb der Regierung. Der Journalist Barış Terkoğlu wies in einer Erklärung auf Onlar TV darauf hin, dass die Kämpfe im Regierungslager zunehmen, und machte auf die Spannungen zwischen Şimşek und Canikli aufmerksam. Darüber hinaus wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Kampf im Regierungslager wachse und Yerlikaya ebenfalls Teil dieser Diskussionen sei.
KÄMPFE IM REGIERUNGSLAGER
Der Journalist İsmail Arı sagte in einem Beitrag auf Twitter: „Das regierungsnahe Yeni Şafak hat die Regierung erneut auf der Titelseite kritisiert. Zuerst hatten sie Mehmet Şimşek und dann Ali Yerlikaya ins Visier genommen. Es scheint, als würde der Kampf im Regierungslager eskalieren.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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