Neue Front im Israel-Iran-Konflikt: Exilprinz und PJAK treten auf den Plan
Der Israel-Iran-Konflikt hat sich über die heißen Fronten hinaus ausgeweitet. Während der im Exil lebende iranische Prinz Reza Pahlavi zu einem Regimewechsel aufruft, hat auch die bewaffnete Gruppe PJAK in der kurdischen Region des Iran ihre offene Unterstützung für Israel erklärt und zu einem Aufstand aufgerufen.
Die zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und Israel haben nicht nur auf militärischer Ebene, sondern auch politisch zur Eröffnung neuer Fronten geführt. Während Israels Angriffe auf den Iran andauern, beginnen politische Akteure im Exil und bewaffnete ethnische Gruppen, aktiv einzugreifen.
PAHLAVI: „DAS IRANISCHE REGIME IST SCHWACH, ES IST ZEIT FÜR VERÄNDERUNG“
Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs von Persien, der das Land nach der Islamischen Revolution 1979 verließ und seither im Westen lebt, hat sich über soziale Medien und die Presse erneut zu Wort gemeldet. Pahlavi wandte sich an das iranische Volk sowie die internationale Öffentlichkeit und erklärte, dass das Regime im Iran geschwächt sei und das Land in eine Katastrophe führe. Er rief dazu auf:
„Das iranische Volk wird in einen schrecklichen Krieg hineingezogen. Das Regime ist schwach und fragil. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich zu vereinen, diesem Regime entgegenzutreten und für einen Wandel zu handeln.“
Über die politischen Erklärungen hinaus treten auch vor Ort neue Akteure in Erscheinung.
Die PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan), der iranische Ableger der PKK, hat ihre offene Unterstützung für die israelischen Angriffe auf den Iran bekannt gegeben.
In einer Erklärung rief die PJAK die Bevölkerung in der kurdischen Region des Iran zum Aufstand gegen das Regime auf und forderte zum „Widerstand gegen die Revolutionsgarde (IRGC)“ auf. Die Gruppe erklärte zudem ihre Bereitschaft, dem israelischen Geheimdienst Unterstützung zu leisten.
In einer über soziale Medien verbreiteten Mitteilung rief die PJAK zu einer neuen Ära gegen das Verständnis des iranischen Regimes von „Nationalismus, Zentralismus, patriarchalen Strukturen und tyrannischer Herrschaft“ auf. Die Gruppe argumentierte, dass die militärischen Operationen Israels eine Gelegenheit für eine „freie, demokratische und liberale Republik Iran“ schüfen.
In der Erklärung hieß es:
„Dieser Prozess ist eine historische Schwelle für eine neue nationale Revolution im Iran. Das kurdische Volk muss die Schwächung des iranischen Regimes als Chance nutzen. Mit internationaler Unterstützung und Widerstand von innen kann dieses Regime gestürzt werden.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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