Gerichtstermin im Skandal um gefälschte Diplome mittels E-Signatur steht fest: 199 Angeklagte müssen vor Gericht
Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat ihre Ermittlungen gegen Verdächtige abgeschlossen, die durch das Kopieren von E-Signaturen hochrangiger Beamter in öffentlichen Einrichtungen gefälschte Diplome und Führerscheine ausgestellt haben sollen.
In dem Verfahren gegen 199 Personen, denen vorgeworfen wird, durch das Kopieren von E-Signaturen hochrangiger öffentlicher Bediensteter gefälschte Diplome und Führerscheine erstellt zu haben, werden die Angeklagten am 12. September 2025 vor Gericht erscheinen.
In der ersten Phase der Ermittlungen erstellte die Generalstaatsanwaltschaft Ankara eine Anklageschrift gegen 134 Verdächtige. In der nun abgeschlossenen zweiten Anklageschrift wurden 65 weitere Verdächtige aufgeführt.
Insgesamt sind 199 Verdächtige in den Anklageschriften zu den Vorwürfen erfasst.
ZWEI SEPARATE ANKLAGESCHRIFTEN ERSTELLT
Gegen die Verdächtigen wurde die Einleitung strafrechtlicher Schritte wegen "Verstoßes gegen das Gesetz über die Organisation und Aufgaben der Behörde für Messung, Auswahl und Platzierung (ÖSYM)", "Fälschung elektronischer Zertifikate", "Blockierung, Störung, Löschung oder Veränderung von Systemdaten" sowie "rechtswidriger Weitergabe oder Erlangung von Daten" gefordert.
In den beiden erstellten Anklageschriften wurde detailliert dargelegt, wie die Verdächtigen die E-Signaturen erstellten. Den Anklageschriften zufolge wurde festgestellt, dass die Verdächtigen die E-Signaturen des Präsidenten und des Vizepräsidenten der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK), des Leiters der Abteilung für Bildung und Unterricht des Hochschulrats (YÖK), des Leiters der Abteilung für nationale Bildung sowie von Leitern oder Mitarbeitern der Studierendenabteilungen von 15 verschiedenen Universitäten kopiert hatten.
Nach der ersten Anklageschrift gegen 134 Verdächtige wurde auch die zweite Anklageschrift bei demselben Gericht eingereicht. Das 23. Strafgericht erster Instanz in Ankara entschied, beide Akten zusammenzulegen. Alle Angeklagten werden am 12. September 2025 vor Gericht erscheinen.
Die Staatsanwaltschaft setzt die Ermittlungen gegen einige Verdächtige, deren Akten abgetrennt wurden, fort; daher wurde mitgeteilt, dass die Zahl der Verdächtigen noch steigen könnte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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