In den wiederaufgenommenen Ermittlungen zum Tod des ehemaligen MİT-Beamten Kaşif Kozinoğlu in der Haftanstalt stehen die Kameraaufnahmen vom Tag seines Todes nun im Zentrum der Akte. Nachdem Kozinoğlus Tod offiziell als „natürlicher Tod, Herzinfarkt“ eingestuft worden war, wurde sein Grab geöffnet, um Proben zu entnehmen. Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem Hausarrest gegen seinen Zellengenossen Hasan Atilla Uğur verhängt.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, zeigen die Überwachungskameraaufnahmen, wie Uğur in den Gemeinschaftsbereich hinunterging und das Licht ausschaltete, woraufhin der Bereich für etwa 14 Minuten im Dunkeln blieb. Den Aufzeichnungen zufolge spazierten Kozinoğlu und sein anderer Zellengenosse Hasan Ataman Yıldırım währenddessen im Hof.

WAS IST AUF DEN AUFNAHMEN ZU SEHEN?
Nachdem das Licht wieder eingeschaltet wurde, ist auf den Aufnahmen zu sehen, wie Uğur den Bade- und Küchenbereich betrat und verließ, um sich anschließend an den Tisch zu setzen und zu essen. Ein weiteres Detail in der Ermittlungsakte ist ein weißer Gegenstand in der Hand von Hasan Ataman Yıldırım.
Es wurde berichtet, dass die Kameras auch den Moment festhielten, in dem Yıldırım das Zimmer von Kozinoğlu betrat, bevor dieser erkrankte. Über die Art des weißen Gegenstands auf den Bildern gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse.

Nachdem Kozinoğlu erkrankt war und ins Krankenhaus gebracht wurde, zeigen die Überwachungskameras zudem, wie Uğur die Zelle von Kozinoğlu betrat, die Kaffeetasse, die ihm gehört haben soll, nahm und sie im Küchenbereich spülte.
Die Staatsanwaltschaft hat die im Rahmen der Akte erlangten Kameraaufnahmen zur Untersuchung übernommen. Die Ermittlungen werden mit forensischen und technischen Analysen fortgesetzt, um die Zweifel am Tod von Kozinoğlu aufzuklären.
Nachrichtenquelle: 12punto