Polizeieinheiten betraten am Morgen das Gebäude von Halk TV in Istanbul. Es wurde berichtet, dass Einheiten der Finanzpolizei, der Abteilung für organisierte Kriminalität (KOM) und der Anti-Terror-Einheit (TEM) den Sender durchsuchten, der Sendebetrieb eingestellt wurde und ein Zwangsverwaltungsgremium die Leitung übernahm.
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara, Mansur Yavaş, reagierte auf die Entscheidung zur Zwangsverwaltung und wies darauf hin, dass die Türkei im Welt-Pressefreiheitsindex 2026 auf Platz 163 von 180 Ländern rangiert.
Die Erklärung von Yavaş lautet wie folgt:
„Im Welt-Pressefreiheitsindex 2026 liegt die Türkei auf Platz 163 von 180 Ländern.
Dieses Bild verdeutlicht in aller Deutlichkeit den Stand der Pressefreiheit in unserem Land.
Dabei ist Artikel 28 unserer Verfassung äußerst eindeutig: ‚Die Presse ist frei, sie darf nicht zensiert werden.‘
Pressefreiheit ist nicht nur eine Garantie für Journalisten, sondern auch für das Recht der Öffentlichkeit auf korrekte Information; Kritik ist kein Verbrechen, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der Demokratie.
Die Einsetzung eines Zwangsverwalters bei Halk TV, einem der meistgesehenen Nachrichtensender, ist ein klarer Eingriff in die Pressefreiheit und das Recht der Öffentlichkeit auf Information!“
Nachrichtenquelle: 12punto