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Neue Vorwürfe im Fall der vor Kyrenia gesunkenen Filo Jet: Schiff hatte bereits früher einen Unfall

Beim Kentern der Filo Jet auf dem Weg von der TRNZ nach Mersin kamen 8 Menschen ums Leben, 20 weitere werden noch vermisst. Die Ermittlungen untersuchen auch die Vergangenheit des Schiffes.

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Neue Vorwürfe im Fall der vor Kyrenia gesunkenen Filo Jet: Schiff hatte bereits früher einen Unfall

Die Ermittlungen zu dem Schiffsunglück vor der Küste von Kyrenia in der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) dauern an. Nach dem Kentern der Filo Jet, die sich auf dem Weg von der TRNZ nach Mersin befand und der Firma Filo Denizcilik gehört, kamen 8 Menschen ums Leben; die Suche nach 20 weiteren Personen wird fortgesetzt.

Im Rahmen des nach dem Unglück eingeleiteten Gerichtsverfahrens wurde für 9 Verdächtige, die dem Haftrichter vorgeführt wurden, eine dreitägige Untersuchungshaft angeordnet. Es wurde mitgeteilt, dass auch aus der Türkei entsandte Teams und Schiffe die Such- und Rettungsarbeiten unterstützen.

Polis eşliğinde adliyeye götürülen şüpheliler.

Der Premierminister der TRNZ, Ünal Üstel, erklärte, dass die Sucharbeiten ununterbrochen fortgesetzt würden, und sagte: „Unsere Gebete gelten unseren vermissten Mitmenschen, damit wir sie so schnell wie möglich finden können. Unsere Such- und Rettungsarbeiten werden bis zum Ende, Tag und Nacht, fortgesetzt. Die gerichtlichen und administrativen Prozesse werden mit der gleichen Entschlossenheit weitergeführt und die Wahrheit wird in allen Aspekten ans Licht gebracht werden.“

AUCH DIE VERGANGENHEIT DES SCHIFFES GEGENSTAND DER ERMITTLUNGEN

Den Informationen aus der Ermittlungsakte zufolge wurde auch die Vergangenheit der Filo Jet unter die Lupe genommen. Der stellvertretende Inspektor Mehmet Mannaş gab an, dass das Schiff bereits vor 12 Jahren in der Türkei einen Unfall hatte und bis zum Jahr 2024 nicht mehr genutzt wurde.

Mannaş erklärte, dass das Schiff 2024 von Filo Denizcilik erworben wurde und im Rahmen der Ermittlungen bereits mehr als 100 Personen vernommen wurden. Mannaş wies darauf hin, dass sich eine ausreichende Anzahl an Rettungswesten und Rettungsbooten an Bord befunden habe, und merkte an, dass noch zahlreiche weitere Personen befragt werden sollen.

In den Ermittlungen wurde zudem berichtet, dass Beschwerden vorliegen, wonach die Verdächtigen den Schiffbrüchigen nicht ausreichend geholfen hätten, obwohl sie für die Führung und den Betrieb des Schiffes verantwortlich gewesen wären. Den Vorwürfen zufolge sollen den Passagieren keine Rettungswesten ausgehändigt und keine notwendigen Anweisungen für die Evakuierung gegeben worden sein.

Auch der Schiffbauingenieur Erdal Kılıç äußerte sich in einer Sendung von Cüneyt Özdemir zu technischen Vorwürfen bezüglich des Schiffes. Kılıç sagte, er habe das Schiff 2016 gesehen, als er zur Reparatur gerufen wurde, und dass das Schiff, das in Taşucu auf Grund gelaufen war, Schäden am Bug erlitten hatte.

Kılıç behauptete, das Schiff habe „sehr schwere strukturelle Schäden“ aufgewiesen und der Rumpf bestehe aus einer „Sandwich-Konstruktion“, die Hochtechnologie erfordere, weshalb die Reparatur einen qualifizierten und technisch schwierigen Prozess erfordert hätte. Kılıç erklärte, er habe in den Berichten, die er damals erstellte, darauf hingewiesen, dass das Schiff unter Klassifizierung repariert werden müsse, und behauptete, dass die früheren Schäden am Schiff von unqualifizierten Personen repariert worden seien.


Nachrichtenquelle: 12punto

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