Reaktion von Cihat Yaycı auf Papst-Besuch: 'Wer hat die Einladung in die Türkei ausgesprochen?'
Der pensionierte Konteradmiral Cihat Yaycı äußerte sich zum geplanten Besuch von Papst Franziskus in der Türkei und erklärte, die Einladung sei unbefugt erfolgt. Yaycı kritisierte dabei scharf den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I.
Der pensionierte Konteradmiral Cihat Yaycı hat aufsehenerregende Erklärungen zum geplanten Besuch von Papst Franziskus in der Türkei abgegeben. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Kanal warf Yaycı die Frage auf: „Wer hat den Papst in die Türkei eingeladen?“ Yaycı behauptete, dass die Einladung ohne entsprechende Befugnis erfolgt sei.
DIE EINLADUNG DURCH BARTHOLOMÄUS
Yaycı verwies darauf, dass er dieses Thema bereits am 17. Mai 2024 zur Sprache gebracht habe. Er erklärte, dass der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I., obwohl er lediglich ein dem Bezirksamt Fatih unterstellter Geistlicher sei, sich wie ein Staatsoberhaupt aufführe und Papst Franziskus offiziell in die Türkei eingeladen habe. Yaycı betonte, dass Bartholomäus seine Kompetenzen überschritten habe, indem er sagte: „Lassen wir uns 2025 in Nikaia den 1700. Jahrestag mit dem Geist der Kreuzzüge und dem Thema Rom feiern.“
REAKTIONEN UND INTERNATIONALE WIRKUNG
Bezüglich des Einladungsprozesses sagte Yaycı: „Bartholomäus setzt sich selbst mit einem Staatsoberhaupt gleich und bereitet mit dem Papst eine Zeremonie in Nikaia vor, als wäre die Türkei christliches Territorium.“ Zudem wies er darauf hin, dass die ausländische Presse für Bartholomäus den Begriff „geistliches Oberhaupt der orthodoxen Christen“ verwende und er damit den Titel des Ökumenischen Patriarchen, der durch den Vertrag von Lausanne untersagt ist, faktisch zur Anwendung bringe.
KOMPETENZSTREIT
Im Zusammenhang mit dem Papst-Besuch und dem Verhalten von Bartholomäus stellte Yaycı die Fragen: „Mit welcher Befugnis lädt er den Papst in die Türkei ein? Mit welchem Recht kann er sagen: ‚Wir werden nächstes Jahr das Jubiläum des Konzils von Nikaia feiern‘?“ Darüber hinaus erinnerte er an die Teilnahme von Bartholomäus an internationalen politischen Treffen in Lissabon sowie an Friedensgesprächen in Schweden, der Schweiz und zum Ukraine-Russland-Konflikt in den vergangenen Jahren.
Cihat Yaycı beendete seine Erklärung mit einem Hinweis auf die öffentliche Reaktion, die entstünde, wenn ein türkischer Imam ein ähnliches Verhalten an den Tag legen würde: „Alle, die lautstark nach Laizismus rufen, schweigen, sobald es um einen Priester geht“, so seine Worte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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