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Regierungsnaher Meinungsforscher erläutert aktuellen Stand im Wahlkampf! 'Kopf-an-Kopf-Rennen in zwei Städten'

Hakan Bayrakçı, Vorsitzender von SONAR Araştırma, der für seine Nähe zur Regierung bekannt ist, lenkte die Aufmerksamkeit auf Istanbul und Muğla und erklärte: „Mit einem Prozentpunkt Vorsprung kann jemand gewinnen oder verlieren. In einer Umfrage lag İmamoğlu mit 10 Stimmen Vorsprung vorn. Die letzten 15 Tage sind von enormer Bedeutung. Denn wenn etwas passiert, kann sich alles ändern.“

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Regierungsnaher Meinungsforscher erläutert aktuellen Stand im Wahlkampf! 'Kopf-an-Kopf-Rennen in zwei Städten'

Wenige Tage vor den Kommunalwahlen richtet sich der Blick der Öffentlichkeit auf die Wahlumfragen.

Während die Forschungsinstitute ihre Umfragen fortsetzen, bewertete Hakan Bayrakçı, Vorsitzender von SONAR Araştırma, der für seine Nähe zur Regierung bekannt ist, die aktuelle Lage.

Im Gespräch mit Çiğdem Yılmaz von Milliyet bezeichnete Bayrakçı den CHP-Kandidaten für Istanbul und amtierenden Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu als „potenziellen Führungskandidaten gegen Erdoğan“ und kommentierte: „Es ist Murat Kurum, der die AK-Partei mit İmamoğlu auf Augenhöhe gebracht hat.“

Die wichtigsten Aussagen von Bayrakçı im Überblick:

Haben die letzten 15 Tage vor der Wahl eine Bedeutung?

Die Bedeutung liegt darin, dass es Orte gibt, an denen es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben wird. Einer davon ist Istanbul, der andere Muğla. Die letzten 15 Tage sind für diese Orte, an denen es eng zugeht, sehr wichtig. Mit einem Prozentpunkt kann jemand gewinnen oder verlieren. In einigen Umfragen lag İmamoğlu einige Punkte vorn, aber in anderen war der Unterschied nur eine Handvoll Stimmen. In einer Umfrage lag İmamoğlu mit 10 Stimmen Vorsprung vorn. Deshalb sind die letzten 15 Tage von enormer Bedeutung. Denn wenn etwas passiert, kann sich alles ändern. Zum Beispiel die Aussage eines CHP-Kandidaten neulich: „Jeder kann durch meine Tür kommen, aber niemand von der DEM.“ İmamoğlu hat eine scharfe Reaktion gezeigt und denjenigen, der diese Aussage machte, sogar zurechtgewiesen. Eine solche Härte hat auch ihre negativen Seiten. Er erhält bereits 4 bis 4,5 Prozent der Stimmen von der DEM. Aber man erhält auch Stimmen von nationalistischen, kemalistischen Wählern, die gegen die AK-Partei sind. Diese Aussage bedeutet mehr oder weniger: „Ihr kommt nicht rein.“ Wenn es jetzt noch eine solche Aussage gibt, könnte das einen halben oder einen ganzen Prozentpunkt kosten.

Wie ehrlich sind die Wähler in den Umfragen?

Sie sind weitgehend ehrlich. Wären sie es nicht, hätte SONAR die letzten drei Wahlen nicht mit millimetergenauer Präzision vorhersagen können. Dennoch geben etwa 10 Prozent der Befragten aus verschiedenen Gründen ihre Meinung nicht vollständig preis.

Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile von İmamoğlu und Kurum?

Es scheint, dass die Wähler İmamoğlu eine andere politische Identität zugeschrieben haben: „Der Mann, der die CHP gestaltet“ und „potenzieller Führungskandidat gegen Erdoğan“. Ob er Erfolg hat oder nicht, ist eine andere Frage, aber der Istanbuler Wähler räumt ihm diesen Kredit ein. Gegenüber dieser Position von İmamoğlu ist es Murat Kurum, der die AK-Partei mit İmamoğlu auf Augenhöhe gebracht hat. Wäre ein anderer Kandidat anstelle von Kurum angetreten, hätte İmamoğlu offensichtlich mit 4 bis 5 Punkten Vorsprung geführt. Kurum lässt sich nicht auf politische Debatten ein, was einige in der AK-Partei kritisieren. Er spricht über die Projekte, die er umsetzen will. Das ist der richtige Ansatz der AK-Partei in Istanbul. Zudem zeichnet sich Kurum durch seine technische und bürokratische Identität aus. Dass er nicht zu viel redet, ist ebenfalls ein Vorteil.

Was sehen Sie als negative Aspekte?

İmamoğlu zeigt der DEM mehr Entgegenkommen als nötig, und das hält andere Stimmen ab, die noch kommen könnten. Bei Kurum ist der Tonfall, wenn er am Rednerpult steht, immer gleich. Er wirkt nicht enthusiastisch.

Was ist für Wähler, die ihre Entscheidung noch ändern könnten, effektiver: klassische Wahlkampagnen oder soziale Medien im Zuge der technologischen Entwicklung?

Natürlich sind Kampagnen, die auf neuen Technologien, sozialen Medien und Live-Übertragungen basieren, effektiv. Aber ohne klassische Kampagnen geht es auch nicht. Wenn man zum Beispiel keine Kundgebungen auf öffentlichen Plätzen abhält, entsteht für den Parteichef das Image, er könne „nicht auf die Straße gehen“. Wenn man keine Plakate hat, entsteht für die Organisation das Image, sie würde „nicht arbeiten“. Man ist gezwungen, beide Stile zu nutzen. Beide behalten aus unterschiedlichen Gründen ihre Wirkung.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ekrem İmamoğlu Murat Kurum SONAR Araştırma Kommunalwahl Hakan Bayrakçı