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Rekordverlust der Zentralbank in zwei Jahren: 1,5 Billionen Lira verloren

Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat für das Jahr 2024 einen Verlust von 700,4 Milliarden TL ausgewiesen. Zusammen mit dem Jahr 2023 beläuft sich der Gesamtverlust über zwei Jahre auf 1 Billion 518,6 Milliarden TL. Die Hauptursachen für das Defizit waren Devisendefizite und Zahlungen für das währungsgeschützte Einlagensystem (KKM).

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Rekordverlust der Zentralbank in zwei Jahren: 1,5 Billionen Lira verloren

Die Bilanz der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) für das Jahr 2024 wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Die Bank verzeichnete im vergangenen Jahr einen Gesamtverlust von 700 Milliarden 437 Millionen TL. Damit hat die Zentralbank das zweite Jahr in Folge einen massiven Verlust verbucht.

GESAMTVERLUST IN ZWEI JAHREN ÜBERSTEIGT 1,5 BILLIONEN LIRA

Die TCMB hatte bereits für das Jahr 2023 einen Verlust von 818 Milliarden 182 Millionen TL gemeldet. Somit erreichte der in den letzten zwei Jahren ausgewiesene Gesamtverlust 1 Billion 518 Milliarden 619 Millionen TL. Diese Zahl zählt zu den höchsten Verlusten in der Geschichte der Zentralbank.

GEWINNREICHE JAHRE LIEGEN HINTER UNS

Dabei hatte die TCMB im Jahr 2021 noch einen Gewinn von 57,5 Milliarden TL und im Jahr 2022 von 72 Milliarden TL ausgewiesen. Unter normalen Umständen überweist die Zentralbank ihre Gewinne an das Finanzministerium. Wenn jedoch Verluste anfallen, wird dieser Betrag in der Bilanz unter dem Posten "Verluste aus Vorjahren" geführt und mit zukünftigen Gewinnen verrechnet.

URSACHEN DES VERLUSTES: DEVISENDEFIZIT UND KKM

Zwei Hauptgründe sind für diesen massiven Verlust der TCMB ausschlaggebend:

Offene Devisenpositionen

Zahlungen von Wechselkursdifferenzen für währungsgeschützte Einlagenkonten (KKM)

Insbesondere die Zahlungen für das währungsgeschützte Einlagensystem stellten eine schwere Belastung für die Finanzstruktur der Bank dar.

KKM-LAST WURDE 2023 AUF DIE TCMB ÜBERTRAGEN

Mit einer im Juli 2023 vom türkischen Parlament verabschiedeten Regelung wurden die Zahlungen der Wechselkursdifferenzen für KKM-Konten mit Umwandlung in Türkische Lira vom Finanzministerium auf die Zentralbank übertragen. Diese Entscheidung führte zu einer erheblichen Belastung der Bilanz der TCMB.

ZINSEN UND WERTPAPIERE ERHÖHTEN DEN VERLUST ZUSÄTZLICH

Neben den Wechselkurszahlungen gehörten auch die gestiegenen Zinsaufwendungen infolge der erhöhten Zinssätze in den Jahren 2023 und 2024 sowie Wertminderungen bei Wertpapieren zu den Faktoren, die den Gewinn schmälerten.

RESERVEN IM PLUS, ABER NICHT AUSREICHEND

Die Netto-Devisenreserven der TCMB, exklusive Swaps, waren Ende Mai 2024 nach einer langen Phase im negativen Bereich wieder positiv geworden. Diese Entwicklung reichte jedoch nicht aus, um den Verlust zu verhindern.


Nachrichtenquelle: 12punto

KKM Zentralbank