Sieben Verdächtige, die Informationen an den MOSSAD verkauften, dem Haftrichter vorgeführt
Nach einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienstes (MİT) und der Istanbuler Polizei wurden sieben Verdächtige, die Informationen an den israelischen Geheimdienst MOSSAD verkauft haben sollen, dem Haftrichter vorgeführt.
Die Teams des MİT und der Abteilung zur Bekämpfung des Terrorismus der Istanbuler Polizei haben die polizeilichen Maßnahmen gegen sieben Verdächtige abgeschlossen, die im Rahmen einer Operation festgenommen wurden, weil sie Informationen an den MOSSAD verkauft haben sollen.
Die Verdächtigen wurden nach medizinischen Untersuchungen dem Haftrichter vorgeführt.
WAS WAR GESCHEHEN?
Bei der Operation gegen die Verdächtigen, die Informationen an den MOSSAD verkauft haben sollen, wurden sieben Personen festgenommen. Es wurde festgestellt, dass einer der Verdächtigen der ehemalige Polizeikommissar Hamza Turhan A. ist, der regelmäßig an Morgenprogrammen im Fernsehen teilnahm. Der MOSSAD soll über einen Agenten mit dem Codenamen "Victoria" Kontakt zu ihm aufgenommen haben.
Der MİT hatte ermittelt, dass Hamza Turhan A., der als Privatdetektiv tätig war, gegen Bezahlung Informationen an den MOSSAD weitergab und ein Team aus verschiedenen Personen, darunter auch Beamte, für die Informationsbeschaffung zusammengestellt hatte.
Es wurde bekannt, dass Hamza Turhan A. im Jahr 2019 in Belgrad eine Ausbildung durch den MOSSAD erhielt. Der israelische Geheimdienst setzte ihn zunächst für einfache Aufgaben ein, bevor er unter Anleitung des Dienstes verschlüsselte Kommunikationsanwendungen nutzte und Zahlungen in Kryptowährungen erhielt, um keine offiziellen Spuren zu hinterlassen.
Neben der Informationsweitergabe soll Hamza Turhan A. auch Drohungen und Überwachungsaktionen durchgeführt haben. Er soll Ortungsgeräte an den Fahrzeugen seiner Zielpersonen angebracht haben, um deren Standorte in Echtzeit an den MOSSAD zu übermitteln, die Personen belästigt und sie zeitweise bedroht haben.
Im Zuge der Ermittlungen wurden die Identitäten und Adressen von acht Verdächtigen festgestellt, die Informationen über einige Palästinenser und deren Unternehmen gegen Geld an den MOSSAD weitergegeben haben sollen; bei der anschließenden Operation wurden sieben der Verdächtigen gefasst.
Unter den Verdächtigen befindet sich auch der aus dem Dienst entlassene ehemalige Polizeikommissar Hamza Turhan A., von dem bekannt wurde, dass er in sozialen Medien zahlreiche Beiträge gegen Israel verfasst hatte. Zudem stellte sich heraus, dass der ebenfalls wegen Verbindungen zur FETÖ aus dem Polizeidienst entlassene İsmail K. Informationen an den MOSSAD weitergeleitet hatte.
Bei einer Durchsuchung der Wohnung von İsmail K. wurden zudem 4,5 Kilogramm Drogen sowie eine Feinwaage sichergestellt.
Es wurde bekannt, dass der festgenommene Özkan Ş. aus dem Polizeidienst entlassen wurde, Ömer Burak G. freiwillig zurückgetreten war und Ercan K. ein pensionierter Polizist ist. Zudem wurde ermittelt, dass Mehmet Y. Mitarbeiter eines Finanzamtes ist und Funda K. in der Privatwirtschaft arbeitet.
Nachrichtenquelle: AA
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