In der von der Familie Aci eingereichten Strafanzeige wird darauf hingewiesen, dass Oğuz Murat Aci nach dem Unfall etwa eine Stunde lang mit Blutverlust am Boden lag, die am Unfallort anwesenden Verletzten ihm jedoch keine Hilfe leisteten.
In der Petition heißt es: „Die Verdächtigen haben es vorgezogen, ihre Mütter anzurufen, anstatt dem schwer verletzten und am Boden liegenden Oğuz Murat Aci zu helfen oder medizinische Unterstützung zu leisten, während sie sich am Unfallort befanden.
Diese Gleichgültigkeit und das fahrlässige Verhalten haben zum Tod beigetragen.“
AUCH DER BRUDER DER SCHWIEGERTOCHTER ŞÜKRIYE ACI UNTER DEN VERDÄCHTIGEN
Laut einem Bericht der Ekol TV-Reporterin Dilek Yaman Demir geht aus der Strafanzeige hervor, dass auch der Bruder der Schwiegertochter der Familie Aci, Şükriye Aci, zu den vier angezeigten Personen gehört. Dieses Detail vertieft die emotionale Dimension des Vorfalls aufgrund der familiären Beziehungen, während betont wurde, dass die Forderung nach Gerechtigkeit ohne Privilegien für irgendjemanden verfolgt werden müsse.
FORDERUNG NACH „BESTRAFUNG“
In der bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Petition wird dargelegt, dass die vier am Unfallort anwesenden Personen durch unterlassene Hilfeleistung fahrlässig gegenüber dem Unfallopfer gehandelt hätten und dies nach dem türkischen Strafgesetzbuch bestraft werden müsse. Die Familie forderte die Feststellung der rechtlichen Verantwortlichkeiten dieser Personen und die Einleitung der erforderlichen strafrechtlichen Schritte.
DEBATTE ÜBER HILFELEISTUNG AM UNFALLTAG KAM AUF
Kurz nach dem Unfall waren in der Öffentlichkeit Vorwürfe laut geworden, dass Timur Cihantimur und seine Freunde die Ersten am Unfallort gewesen seien, der Krankenwagen jedoch zu spät gerufen wurde. Nun wurden diese Vorwürfe in den juristischen Prozess eingebracht.
Nachrichtenquelle: 12punto