Der nach den Präsidentschaftswahlen 2023 ins Kabinett berufene Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, steht nicht nur in der Kritik der Opposition, sondern auch der regierungsnahen Medien.
Die regierungsnahe Zeitung Yeni Şafak, die in letzter Zeit vermehrt kritische Berichte über die Wirtschaftsführung veröffentlicht hat, hat nun einen weiteren hinzugefügt.
„HOHE ZINS- UND STEUERPOLITIK“ SORGT FÜR UNMUT
Şimşek, der seit seinem Amtsantritt wiederholt auf den Titelseiten von Yeni Şafak angegriffen wurde, steht vor der morgigen Zinsentscheidung erneut im Zentrum der Kritik.

SCHLAGZEILE: „WIR HABEN KEINE KRAFT MEHR DURCHZUHALTEN“
Die Zeitung Yeni Şafak erschien in ihrer heutigen Ausgabe mit der Schlagzeile „Die Geschäftswelt fordert Zinssenkungen und Kreditzugang: Wir haben keine Kraft mehr durchzuhalten“. In dem Bericht wurde den Erwartungen und Einschätzungen von Wirtschaftsvertretern breiter Raum gegeben.
Die Zeitung berichtete, dass die gemeinsame Forderung in Industrie- und Exportkreisen in Richtung einer Zinssenkung gehe.
RUF NACH ZINSSENKUNGEN AUS DER WIRTSCHAFTSWELT
MÜSİAD-Präsident Burhan Özdemir erklärte, er erwarte eine maßvolle Zinssenkung um 100 bis 150 Basispunkte.
TİM-Präsident Mustafa Gültepe äußerte, die Zentralbank müsse bei ihren Zinsentscheidungen mutigere Schritte unternehmen.
TÜMSİAD-Präsident Yaşar Doğan betonte die Bedeutung einer Zinspolitik, die die Produktion unterstütze und das makroökonomische Gleichgewicht wahre, und sagte, dass zinslose Finanzierungsinstrumente ausgeweitet werden müssten.
ASKON-Präsident Orhan Aydın hingegen äußerte die Erwartung einer Senkung um mindestens 200 Basispunkte.
Nachrichtenquelle: 12punto