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Zeugen-Krise im Gezi-Prozess! Haftstrafen für Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu

Die Schauspieler Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu wurden wegen „Verschleierung der Wahrheit“ in ihren Aussagen zugunsten der Managerin Ayşe Barım im Rahmen der Gezi-Park-Ermittlungen zu Haftstrafen verurteilt. Das Gericht stellte in seiner Urteilsbegründung fest, dass ihre Aussagen im Widerspruch zu den Beweisen in der Akte stünden.

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Zeugen-Krise im Gezi-Prozess! Haftstrafen für Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu

Der Prozess, in dem die Schauspieler Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu wegen des Vorwurfs der 'falschen Zeugenaussage' angeklagt waren, wurde im Mai abgeschlossen. Ihnen wurde vorgeworfen, im Rahmen der Ermittlungen gegen die Managerin Ayşe Barım, die angeblich Künstler ihrer Agentur zur Teilnahme an den Gezi-Park-Protesten angestiftet haben soll, gelogen zu haben. Das Gericht verurteilte Halit Ergenç wegen 'falscher Zeugenaussage' zu einer Haftstrafe von 1 Jahr, 10 Monaten und 15 Tagen, wobei sein respektvolles Auftreten vor Gericht berücksichtigt wurde. Rıza Kocaoğlu wurde wegen desselben Delikts unter Berücksichtigung seines respektvollen Verhaltens zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 8 Monaten verurteilt. In beiden Fällen wurde die Verkündung des Urteils ausgesetzt.

WIDERSPRUCH ZWISCHEN AUSSAGEN UND BEWEISLAGE IN DER AKTE FESTGESTELLT

Das 24. Strafgericht erster Instanz in Istanbul hat die Urteilsbegründung in diesem Fall veröffentlicht. In der Begründung erklärte das Gericht, dass die Aussagen von Ergenç und Kocaoğlu, die sie im Rahmen der Ermittlungen gegen Barım machten, im Widerspruch zu den Beweisen in der Akte stünden. Ergenç und Kocaoğlu hätten als 'Zeugen' ausgesagt, dass sie keinerlei Verbindung zu Mehmet Ali Alabora, einem flüchtigen Angeklagten im Gezi-Park-Hauptverfahren, hätten und sich lediglich aus der Branche der Kunstszene flüchtig kennen würden. HTS-Aufzeichnungen (Verbindungsdaten) hätten jedoch eine Kommunikation zwischen den Parteien belegt.

‘’ES MUSS AKZEPTIERT WERDEN, DASS DIE VERSCHLEIERUNG DER MATERIELLEN WAHRHEIT DURCH DIE ANGEKLAGTEN AUSREICHT’’

In der Urteilsbegründung heißt es, dass die Kommunikation zwischen Ergenç, Kocaoğlu und Alabora während der Gezi-Park-Proteste deutlich zugenommen habe. Es sei festgestellt worden, dass sie zu dem Zeitpunkt, als die Massenproteste im Gezi-Park ihren Höhepunkt erreichten, zusammenkamen und gemeinsam demonstrierten. Dennoch hätten sie in ihren Aussagen als 'Zeugen' behauptet, keine enge Beziehung zu Alabora zu haben und zu jener Zeit in keinem Kontakt gestanden zu haben. In der Entscheidung heißt es: ‘’Es muss akzeptiert werden, dass die Tatsache, dass die als Zeugen vernommenen Angeklagten die materielle Wahrheit verschleiert haben, ausreicht; es ist für die Tatbestandsmäßigkeit nicht erforderlich, dass die Zeugenaussagen als Grundlage für ein Urteil herangezogen werden oder dass die Aussagen der Angeklagten einen Einfluss auf das gegen Ayşe Barım geführte Ermittlungsverfahren hatten.’’


Nachrichtenquelle: 12punto

Halit Ergenç Rıza Kocaoğlu