113.000 Menschen verlieren ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld
Die belgische Regierung wird durch neue Beschränkungen beim Arbeitslosengeld 113.000 Menschen den Zugang zu dieser Leistung entziehen.
12punto
Die belgische Föderalregierung hat beschlossen, die Dauer des Arbeitslosengeldes auf maximal zwei Jahre zu begrenzen. Diese neue Regelung soll Anfang 2026 in Kraft treten; durch diese Änderung werden 113.000 Menschen ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren.
Auch die Schutzbeihilfe für Personen mit langfristigen gesundheitlichen Problemen, die jedoch nicht als arbeitsunfähig eingestuft sind, wird gestrichen. Personen über 55 Jahren, die mindestens 30 Jahre lang gearbeitet haben, sind von dieser Regelung jedoch ausgenommen und werden weiterhin Arbeitslosengeld beziehen.
In Belgien wurde das Arbeitslosengeld bisher zeitlich unbegrenzt gezahlt, wobei Arbeitslose 65 Prozent ihres letzten Gehalts erhielten. Diese Leistung sank zwar mit der Zeit, wurde jedoch nie vollständig eingestellt. Mit der neuen Regelung findet diese Praxis nun ein Ende.
Die belgische Regierung, die mit einer hohen Staatsverschuldung und einem Haushaltsdefizit kämpft, plant Kürzungen bei den Sozialleistungen. Derartige Sparmaßnahmen stoßen im Land derzeit auf heftigen Protest.