12punto deckt Details des Dialyse-Skandals mit drei Todesopfern auf: Zur Kühlung verwendete Lösung wurde Patienten verabreicht
Nach dem Dialyse-Skandal in Burdur waren drei Patienten verstorben und 14 weitere mussten intubiert werden. Wie bekannt wurde, sickerte nach Wartungsarbeiten an der Dialyseeinheit des Burdur-Staatskrankenhauses Ethylenglykol-Lösung, die im Kühlkreislauf verwendet wird, in den Reinwassertank und wurde so den Patienten verabreicht.
12punto
12punto.com.tr / EXKLUSIV
Nach dem Dialyse-Skandal im Burdur-Staatskrankenhaus am 25. Mai waren drei Patienten verstorben, 13 weitere mussten intubiert werden. 12punto hat Details zu dem Vorfall erfahren, von dem insgesamt 33 Dialysepatienten betroffen waren.
'ZUR KÜHLUNG VERWENDETE LÖSUNG WURDE PATIENTEN VERABREICHT'
Nach dem Vorfall in Burdur leitete das Gesundheitsministerium eine verwaltungsrechtliche und die Generalstaatsanwaltschaft Burdur eine strafrechtliche Untersuchung ein; die Dialysepatienten der Stadt wurden in umliegende Provinzen verlegt.
Nach dem Dialyse-Skandal in Burdur bildete die CHP eine Delegation und entsandte diese in die Region. Unter der Leitung der stellvertretenden Parteivorsitzenden Zeliha Aksaz Şahbaz führten der Abgeordnete aus Samsun, Murat Çan, und der Abgeordnete aus Bursa, Kayıhan Pala, Gespräche mit Patienten und nahmen Untersuchungen vor. Der Abgeordnete aus Samsun, Murat Çan, bewertete die Hintergründe des Dialyse-Skandals gegenüber 12punto wie folgt:
„Es gab keine Störung im eigentlichen Dienstbetrieb. Während der Wartungsarbeiten gelangte Ethylenglykol, also Frostschutzmittel, das im Kühlkreislauf der Dialyseeinheit verwendet wird, in den Reinwassertank der Dialyse.
Dieses Reinwasser zirkuliert durch verschiedene Filtrationsmethoden auch in den Blutgefäßen der Patienten. Folglich wurde den Patienten Ethylenglykol verabreicht. Nach der Wartung wurde keine Analyse durchgeführt, um zu prüfen, 'was wir den Patienten verabreichen'.“
'PROBEN AUS DER AUTOPSIE WERDEN MIT PROBEN AUS DEM DIALYSESYSTEM VERGLICHEN'
Der CHP-Abgeordnete für Burdur, İzzet Akbulut, bestätigte den Vorfall und erklärte: „Bei den verstorbenen Bürgern wurden im Rahmen der Autopsie Proben entnommen. Diese werden nun mit den Proben verglichen, die aus der Dialysemaschine entnommen wurden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich innerhalb eines Monats vorliegen.“