13. Jahrestag der Gezi-Proteste unter Polizeiblockade... Gedenkveranstaltung in Taksim

Zum 13. Jahrestag des Gezi-Widerstands wurden rund um den Taksim-Platz umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Dennoch versammelten sich Hunderte Menschen in der Mis Sokak zu einer Gedenkveranstaltung. Dabei wurde der Opfer der Gezi-Proteste gedacht und die Freilassung der Inhaftierten gefordert.

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Zum 13. Jahrestag des Gezi-Widerstands wurden auf dem Taksim-Platz und in dessen Umgebung in Istanbul strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Aufgrund von Anordnungen des Gouverneursamts von Istanbul und des Bezirksamts Beyoğlu wurden an vielen Stellen der Region Polizeibarrieren errichtet und zahlreiche Polizeieinheiten eingesetzt.

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen versammelten sich Hunderte Bürger in der Mis Sokak in Beyoğlu, um des Jahrestages des Gezi-Widerstands zu gedenken.

UMFANGREICHE SICHERHEITSMASSNAHMEN AM TAKSIM UND IN DER UMGEBUNG

Bereits vor Beginn des Gedenkprogramms wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Taksim-Platz, in der İstiklal Caddesi und an vielen umliegenden Punkten verschärft. Während einige Zufahrtsstraßen zum Platz den ganzen Tag über für den Verkehr gesperrt blieben, fuhren die U-Bahnen an der Station Taksim ohne Halt durch.

Auf der Strecke von Osmanbey bis Taksim wurden Polizeibarrieren errichtet und in der gesamten Region wurden intensive Sicherheitskontrollen durchgeführt.

HUNDERTE MENSCHEN VERSAMMELTEN SICH IN DER MIS SOKAK

Trotz der getroffenen Maßnahmen nahmen zahlreiche Menschen an der Gedenkveranstaltung zum 13. Jahrestag des Gezi-Widerstands in der Mis Sokak teil.

Während der Veranstaltung skandierten die Teilnehmer verschiedene Parolen. Die Menge rief wiederholt Slogans wie "Tausend Grüße an diejenigen, die bei Gezi gefallen sind und gekämpft haben", "Wir sind Gezi, wir werden wiederkommen", "Überall ist Taksim, überall ist Widerstand", "Berkin Elvan, ein Schössling mit 15 Jahren" und "Die Dunkelheit vergeht, Gezi bleibt".

BOTSCHAFT VON CAN ATALAY VERLESEN

Während der Gedenkveranstaltung wurden auch Solidaritätsbotschaften für den CHP-Abgeordneten aus Hatay, Can Atalay, verlesen.

An dem Programm nahmen unter anderem Ahmet Şık, Sezai Temelli, Kezban Konukçu und İskender Bayhan sowie Vertreter verschiedener politischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen teil.

FOTOS DER GEZI-OPFER GETRAGEN

Auf dem Veranstaltungsgelände wurden Fotos der Personen getragen, die während des Gezi-Widerstands ihr Leben verloren hatten, sowie derjenigen, die im Rahmen des Gezi-Prozesses inhaftiert sind.

Die Teilnehmer forderten die Freilassung der inhaftierten Personen.

Gülsüm Elvan, die Mutter des während der Gezi-Ereignisse verstorbenen Berkin Elvan, hielt ebenfalls eine Rede bei der Veranstaltung.

Elvan erklärte, dass das Gedächtnis an Gezi trotz aller Hindernisse weiterleben werde, und wies darauf hin, dass der Taksim-Platz seit vielen Jahren unter einer Polizeiblockade stehe.

In ihrer Rede sagte sie: "Heute sind wir wieder unter Blockade. Eines Tages werden wir diese Blockaden sicher durchbrechen und unserer Kinder bei Gezi gedenken, indem wir Nelken niederlegen. Wir werden Arm in Arm mit Can Atalay, Mine Özerden, Çiğdem Mater, Osman Kavala und Tayfun Kahraman laufen, unsere Nelken dort ablegen und unserer Kinder gedenken."

Zum Abschluss ihrer Rede betonte Elvan: "Wir werden diese Mauer der Angst eines Tages sicher einreißen. Überall ist Taksim, überall ist Widerstand."

NAMEN DER VERSTORBENEN EINZELN VERLESEN

Im Rahmen des Gedenkprogramms wurden die Namen der Personen, die während des Gezi-Widerstands ihr Leben verloren hatten, einzeln verlesen. Nach jedem Namen riefen die Teilnehmer gemeinsam: "Er/Sie lebt".