14-jähriger Praktikant stirbt nach Unfall an Blechbiegemaschine

Der 14-jährige Arda Tonbul, dessen Kopf in seinem Praktikumsbetrieb in Büyükçekmece, Istanbul, in einer Blechbiegemaschine eingeklemmt wurde, hat seinen sieben Tage andauernden Kampf um sein Leben verloren.

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In einem Betrieb in der İstanbul Caddesi im Stadtteil Karaağaç ist ein weiterer Praktikant einem Arbeitsunfall zum Opfer gefallen.

BETRIEBSINHABER UND FACHKRAFT FÜR ARBEITSSICHERHEIT VERHAFTET

Der 14-jährige Arda Tonbul klemmte sich bei der Arbeit an einer Blechbiegemaschine in dem Betrieb, der im Bereich Metall-, Eisen- und Stahlverarbeitung tätig ist, den Kopf ein. Tonbul wurde ins Krankenhaus eingeliefert, verstarb dort jedoch trotz aller medizinischen Bemühungen. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden der Betriebsinhaber H.Ö. sowie die Fachkraft für Arbeitssicherheit Ö.K. von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen und in ein Gefängnis überstellt. 

"WÄRE JEMAND VOR ORT GEWESEN, HÄTTE MEIN KIND VIELLEICHT BEIM ERSTEN SCHLAG GERETTET WERDEN KÖNNEN"

Vater Raşit Tombul sagte: "Ich weiß, dass es Kindern strengstens untersagt ist, diese Maschine zu bedienen. Normalerweise arbeitet er zusammen mit seinem Meister daran. In diesem Moment hatte der Meister jedoch etwas zu tun und hatte den Platz verlassen. Das Kind war neugierig und hatte den Wunsch zu lernen; er steckte seinen Kopf in die Maschine, ob da ein Gegenstand oder ein Teil war, wissen wir natürlich nicht. In diesem Moment berührte er unbemerkt das Pedal und klemmte sich den Kopf ein. Das Kind blieb 16 Minuten lang in der Maschine am Unfallort. Es war niemand da. Wäre dort eine Aufsichtsperson gewesen, hätte mein Kind vielleicht beim ersten Schlag gerettet werden können. 16 Minuten sind eine sehr lange Zeit. Wir sehen, dass bei diesem Unfall große Fahrlässigkeit vorliegt. Wir sehen auch, dass diese Fahrlässigkeit nicht weiter verfolgt und vertuscht wird", so der Vater.