15 Haftbefehle bei Papara-Operation beantragt

Antrag auf Untersuchungshaft gegen die Verdächtigen, die im Rahmen der „Illegalen Wett“-Operation gegen Papara festgenommen wurden.

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Insgesamt 15 Verdächtige, darunter der Eigentümer Ahmed Faruk Karslı, die im Rahmen der „Illegalen Wett“-Operation gegen Papara festgenommen wurden, wurden mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem zuständigen Friedensgericht (Sulh Ceza Hakimliği) überstellt.

Die Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen die Papara Elektronik Para AŞ dauern an. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, den Geldverkehr für illegale Wetten unterstützt zu haben und dass illegale Wettorganisationen ihre Geldtransfers über Papara abgewickelt hätten. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf „Gründung einer kriminellen Vereinigung“, „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“, „Geldwäsche von Vermögenswerten aus Straftaten“ sowie „Verstoß gegen das Gesetz zur Regelung von Wetten und Glücksspielen bei Fußball- und anderen Sportveranstaltungen“.

Die Vernehmungen der 15 im Rahmen der Ermittlungen festgenommenen Verdächtigen durch vier Staatsanwälte des Büros für organisierte Kriminalität wurden abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft hat alle Verdächtigen mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem Friedensgericht überstellt.

WAS WAR PASSIERT?

In einer Erklärung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zu den Ermittlungen hieß es, dass der Eigentümer von Papara Elektronik Para AŞ, Ahmed Faruk Karslı, seit 2016 eine Betriebserlaubnis als E-Geld-Institut besitze. Es wurde festgestellt, dass Konten bei dem Unternehmen bei jedem Transferschritt im Zusammenhang mit Krypto-Börsen und illegalen Wetten Gebühren erheben konnten und dass die nachträgliche Prüfung dieser Konten die Wettgeschäfte nicht behinderte, was dem Unternehmen ermöglichte, mit diesen Transaktionen Einnahmen zu erzielen.

In der Erklärung wurde unter Berufung auf Berichte der Zentralbank der Republik Türkei, der MASAK und anderer Institutionen dargelegt, dass Papara systematisch und intensiv für die Begehung des Verbrechens der illegalen Wetten genutzt wurde und das Unternehmen die Begehung dieses Verbrechens sowie den Geldtransfer dabei erleichtert habe.

Analysen ergaben, dass 102 von 26.001 Konten, die über Papara-Systeme eröffnet wurden, auf verschiedenen illegalen Wett- und Glücksspielseiten verwendet wurden. Das über diese Konten erzielte illegale Finanzvolumen sei hoch gewesen; die betreffenden Beträge seien über die Plattform auf 274 verschiedene Bankkonten transferiert und anschließend zur Geldwäsche auf 16 verschiedene Krypto-Wallet-Adressen weitergeleitet worden.

In der Erklärung hieß es weiter: „Es wurde festgestellt, dass die Inhaber der fünf identifizierten Krypto-Wallet-Konten mit den Anführern der illegalen Wettorganisationen zusammenarbeiteten und dass das Zahlungsinstitut Papara in diesem Sinne in einem stillschweigenden Übereinkommen mit den illegalen Wettorganisationen stand.“

Es wurde mitgeteilt, dass Papara Elektronik Para AŞ zu einem wichtigen Instrument für die Finanzierung illegaler Wett- und Glücksspielverbrechen geworden sei und die Aktivitäten des Instituts das Risiko bergen, die Sicherheit von Zahlungen zu gefährden. Gegen die Vermögenswerte des Organisationschefs und der Mitglieder, insbesondere der PPR Holding AŞ sowie acht weiterer Unternehmen, wurden Beschlagnahmungsmaßnahmen verhängt, darunter eine Yacht, fünf Boote, drei Schließfächer, 74 Fahrzeuge sowie sieben Wohnungen und Villen. Zudem wurden die Unternehmen durch das Friedensgericht unter die Verwaltung des Einlagensicherungsfonds TMSF gestellt.