15-Jähriger durch Folter aus dem Leben gerissen: Versuch, Beweise zu vernichten

Die Familie des 15-jährigen Muhammet Kendirci, der in Bozova, Şanlıurfa, durch Folter ums Leben kam, behauptet, dass Beweise für den Vorfall vernichtet werden sollten. Der Journalist İsmail Saymaz berichtete, dass Reinigungskräfte im Krankenhaus die Hose des Kindes in den Müll geworfen hätten, um Beweise zu beseitigen.

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Bei dem schrecklichen Vorfall, der sich am 15. November im Bezirk Bozova in Şanlıurfa ereignete, wurde der 15-jährige Muhammet Kendirci, der in einer Tischlerei arbeitete, von dem als Gesellen tätigen Habip Aksoy und einer weiteren, noch nicht identifizierten Person schwer misshandelt und gefoltert. Den Vorwürfen zufolge wurden die Hände des Kindes gefesselt, um es handlungsunfähig zu machen; anschließend wurde ihm die Hose ausgezogen und mit einem Hochdruckkompressor Luft in den Anus gepresst. Nachdem das Kind schwer verletzt worden war, wurden Rettungskräfte alarmiert, die vor Ort eine Notfallversorgung durchführten.

VORWURF DER BEWEISVERNICHTUNG

Der Journalist İsmail Saymaz erklärte in einer Stellungnahme über soziale Medien, dass er mit der Familie von Muhammet Kendirci gesprochen habe. Die Familie gab an, dass während der ersten medizinischen Versorgung im Bozova Enver Yıldırım Krankenhaus die Hose des Kindes von Reinigungskräften in den Müll geworfen wurde, um auf diese Weise Beweise zu vernichten. Saymaz berichtete unter Berufung auf die Aussagen der Familie, dass der Täter zunächst auf freien Fuß gesetzt worden sei, jedoch bei einem Fluchtversuch ins Ausland in einer anderen Stadt gefasst und in Gewahrsam genommen wurde.

ERSTVERSORGUNG UND VERLEGUNGSPROZESS

Die erste medizinische Versorgung des Kindes erfolgte im Bozova Mehmet Enver Yıldırım Staatskrankenhaus. Aufgrund schwerer Schäden an den inneren Organen wurde Muhammet K. anschließend in das Balıklıgöl Staatskrankenhaus und schließlich in das Forschungs- und Anwendungskrankenhaus der Harran-Universität verlegt. Trotz aller Bemühungen verstarb der junge Junge jedoch.

FAMILIE GAB STELLUNGNAHME AB

Nach Angaben der Familie wurde der Täter, der im Zusammenhang mit dem Vorfall zunächst freigelassen worden war, bei dem Versuch, ins Ausland zu fliehen, in einer anderen Stadt gefasst. Die Familie fordert, dass die Täter vor Gericht gestellt werden, und betonte, dass die Details des Vorfalls weiter untersucht werden müssten.