16 Festnahmen wegen FETÖ-Verbindungen in Ermittlungen zu KPSS- und Richterprüfungen
Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara gab bekannt, dass im Rahmen der Ermittlungen zu Unregelmäßigkeiten bei der KPSS-Prüfung 2012 sowie den im selben Jahr durchgeführten Prüfungen für Richter und Staatsanwälte Haftbefehle gegen 16 FETÖ-Mitglieder erlassen wurden.
İHA
Im Zuge der Ermittlungen gegen die FETÖ/PDY wurde eine neue Operation eingeleitet. Die Untersuchungen zu den Unregelmäßigkeiten bei der KPSS-Prüfung im Jahr 2012 sowie bei den Prüfungen für Richter und Staatsanwälte haben eine wichtige Phase erreicht.
GLEICHZEITIGE OPERATIONEN IN 12 PROVINZEN
Im Rahmen der Ermittlungen, die unter der Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Ankara und des Büros für Terrorstraftaten geführt werden, wurde mitgeteilt, dass in 12 Provinzen mit Zentrum in Ankara gleichzeitig Operationen durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang wurden Haftbefehle gegen 16 Personen erlassen, die als FETÖ-Mitglieder identifiziert wurden.
BYLOCK-NUTZUNG FESTGESTELLT
Den Informationen in der Ermittlungsakte zufolge wurde festgestellt, dass die Verdächtigen das Programm ByLock nutzten, das für die interne Kommunikation der Organisation verwendet wurde. Dies wurde als einer der wesentlichen Beweise für die organisatorische Verbindung angeführt.
UNRECHTMÄSSIGE BESCHAFFUNG VON PRÜFUNGSFRAGEN
Es wurde festgestellt, dass die Verdächtigen die Fragen der KPSS- sowie der Richter- und Staatsanwaltsprüfungen vor den Prüfungen unrechtmäßig beschafft und verbreitet haben. Es wurde zudem vermerkt, dass einige der Verdächtigen diese Fragen erhalten haben und in sogenannten geheimen Häusern wohnten, die von der Organisation zur Prüfungsvorbereitung eingerichtet wurden.
PERSONEN AUS VERSCHIEDENEN INSTITUTIONEN AUF DER LISTE
Unter den Personen, gegen die ermittelt wird, befinden sich neben Zivilpersonen auch bereits aus dem Dienst entlassene Richter und Staatsanwälte, Steuerinspektoren, Mitarbeiter der BTK (Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde), Angestellte des Katasteramtes sowie Personal des Ministeriums für Kultur und Tourismus. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich zahlreiche Beweise für die Mitgliedschaft, Verbindungen und Kontakte der Verdächtigen zur Organisation in der Akte befinden.