17 Jahre altes Vermisstenrätsel in Diyarbakır gelöst: Es war ein Ehrenmord
Im Landkreis Çınar in Diyarbakır wurde nach Jahren aufgeklärt, dass zwei seit 2009 vermisste Personen aus traditionellen Motiven ermordet wurden. Es stellte sich heraus, dass der Schwiegervater der Hauptverdächtige in dem Mordfall ist.
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Das Schicksal von Arif Uğurlu und Ceylan Aktepe, die im Jahr 2009 im Landkreis Çınar in Diyarbakır verschwanden, wurde nach jahrelanger Ungewissheit geklärt. Die Akte, die seitdem als ungeklärter Fall in den Archiven lag, wurde im Rahmen der jüngsten Ermittlungen des Provinzgendarmeriekommandos Diyarbakır erneut aufgerollt.
Die neuen Ermittlungen zur Auffindung der vermissten Personen führten zu bedeutenden Ergebnissen. Durch technische und physische Überwachungsmaßnahmen sowie die koordinierte Arbeit eines Expertenteams konnte der Schleier über den Morden gelüftet werden. Die Untersuchungen ergaben, dass Ö.A., der Schwiegervater von Ceylan Aktepe, den Mord aus „Ehren“-Motiven begangen hat.
Das Expertenteam, bestehend aus Personal der Abteilungen für öffentliche Sicherheit, JASAT, Kriminalistik, Cyberkriminalität und Nachrichtendienst, untersuchte den Fall eingehend. Im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft koordinierten Ermittlungen wurden 10 Verdächtige identifiziert.
In den Landkreisen Çınar und Bağlar in Diyarbakır sowie in Derik (Mardin), im Stadtzentrum von Şırnak und im Landkreis Şarkışla (Sivas) wurden zeitgleich Razzien durchgeführt. Bei den Durchsuchungen an den ermittelten Adressen konnten alle 10 gesuchten Personen festgenommen werden.
Von den Verdächtigen, die dem Gericht vorgeführt wurden, wurde Ö.A., der sich als Schwiegervater von Ceylan Aktepe herausstellte, wegen des Vorwurfs des „Mordes aus Ehrenmotiven“ inhaftiert und in die geschlossene Strafvollzugsanstalt Typ T in Diyarbakır überstellt. Die anderen 9 im Rahmen der Ermittlungen festgenommenen Verdächtigen wurden unter Auflagen der richterlichen Kontrolle wieder auf freien Fuß gesetzt.