2,2 Millionen Menschen in 5 Jahren aus Istanbul abgewandert, Zahl der Ausländer gestiegen

Die steigenden Lebenshaltungskosten und die tiefe Armut haben die Istanbuler dazu bewegt, in andere Städte, Dörfer und Kleinstädte zu ziehen. Die 2,2 Millionen Menschen, die Istanbul verlassen haben, wurden durch Ausländer ersetzt.

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Der ehemalige CHP-Abgeordnete für Istanbul, Gürsel Tekin, machte auf die Migrationsbewegungen in Istanbul in den letzten 7-8 Jahren aufmerksam.

Laut Daten des Türkischen Statistischen Instituts (TÜİK) sind in den letzten 5 Jahren 2,2 Millionen Menschen von Istanbul in andere Städte abgewandert, wobei „bessere Wohn- und Lebensbedingungen“ zu den wichtigsten Gründen für diese Migration zählten. 

Tekin erklärte: „Mit diesen Migrationsbewegungen gibt es einen ernsthaften Anstieg bei der Zahl der in Istanbul lebenden ausländischen Staatsbürger. Istanbul ist zur Heimat der Ausländer geworden.“

Wie aus einem Bericht in der Zeitung Sözcü hervorgeht, erklärte Tekin, dass beispielsweise in Kadıköy-Moda Menschen, die dort seit 200-300 Jahren ansässig waren, der Krise nicht standhalten konnten, ihre Häuser vermieteten und Istanbul verließen. Die Mittelschicht habe sich in Städten wie Çanakkale oder Balıkesir niedergelassen.

Die Mehrheit, die unter tiefer Armut leide, sei in ihre Dörfer oder Kleinstädte in Anatolien zurückgekehrt, so Tekin. Er fügte hinzu: „Wer kommt an ihre Stelle? Bürger aus Ländern wie Ägypten, der Ukraine oder dem Iran, die in ihren eigenen Ländern zu Wohlstand gekommen sind, haben in den zentralen Lagen Istanbuls Immobilien erworben und sind dorthin gezogen.“