2 Verdächtige waren freigekommen: Neue Entwicklung im Fall um den Tod von Baby Sıla
Die im Fall der zweijährigen Sıla Yeniçeri, die in Tekirdağ nach Misshandlungen und sexuellem Missbrauch verstarb, verhängten Haftstrafen wurden vor das Berufungsgericht gebracht.
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Im Zuge der Ermittlungen zu dem Vorfall wurden die Mutter Bakiye Yeniçeri und vier weitere Personen festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft Tekirdağ erstellte zwei separate Anklageschriften gegen Bakiye Yeniçeri und die anderen Angeklagten. Während für die Mutter eine Gesamtfreiheitsstrafe von 67 Jahren gefordert wurde, wurden für die anderen Angeklagten ebenfalls Strafen für verschiedene Delikte beantragt. Die Anklageschriften wurden vor dem 2. Schwurgericht von Tekirdağ zusammengelegt.
Bakiye Yeniçeri, die im Bezirk Malkara in Tekirdağ lebt, behauptete, als sie ihre Tochter Sıla am 2. August ins Krankenhaus brachte, dass die blauen Flecken am Körper des Kindes von einem Sturz herrührten, den eine Nachbarin verursacht habe. Als Sıla jedoch am 8. September erneut ins Krankenhaus gebracht wurde und sich ihr Zustand verschlechterte, informierten die Ärzte die Polizei. Es wurde festgestellt, dass sie eine Hirnblutung erlitten hatte; Sıla wurde auf der Intensivstation behandelt, verstarb jedoch am 7. Oktober.
GERICHTSURTEIL UND EINSPRÜCHE
Das Gericht verurteilte die Mutter Bakiye Yeniçeri zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 27 Jahren und 9 Monaten und verhängte zudem verschiedene Haftstrafen gegen die straffällig gewordenen Jugendlichen K.A. und G.K. Sanlı Ö. und Kani A. wurden jedoch freigesprochen. Der Anwalt der Familie von Sıla, Ahmet Berksoy, legte gegen die Freisprüche Berufung ein und brachte den Fall vor das Berufungsgericht. Berksoy argumentierte, dass insbesondere Kani A. und Sanlı Ö. ebenfalls hätten verurteilt werden müssen.
Anwalt Berksoy erklärte, dass einige der vom Gericht gefällten Freisprüche rechtswidrig seien, und äußerte sich wie folgt:
'Ich gehe davon aus, dass die Akte in Bezug auf einige Straftatbestände aufgehoben wird. Wir werden unseren Einspruch einlegen und ihre Bestrafung fordern.'