21 Provinzvorsitze unbesetzt: CHP-Führung findet keine Vorsitzenden
Während die personellen Veränderungen bei den CHP-Provinzvorsitzen für Diskussionen sorgen, wurden in 21 Provinzen noch keine Nachfolger für die 36 entlassenen Vorsitzenden ernannt. Während das Lager um Özgür Özel behauptet, die Parteiführung habe Schwierigkeiten, Kandidaten zu finden, verteidigte die Parteizentrale das Vorgehen mit dem Argument, man entscheide sich für Namen, bei denen ein „Konsens“ erzielt wurde.
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Kemal Kılıçdaroğlu und sein Team, die durch eine Entscheidung über absolute Nichtigkeit an die Spitze der CHP gelangten, verschließen die Türen für Forderungen nach einem außerordentlichen Parteitag, während sie gleichzeitig den Prozess der parteiinternen Säuberungen beschleunigen.
Kılıçdaroğlu, der zahlreiche Namen mit dem Antrag auf endgültigen Ausschluss vor das Disziplinarkomitee brachte, hat seit seinem Amtsantritt 36 Provinzvorsitzende entlassen. Es fällt jedoch auf, dass in 21 Provinzen noch keine Ernennungen vorgenommen wurden.
Dem Bericht der Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge erklärten dem gewählten CHP-Vorsitzenden Özgür Özel nahestehende Personen, dass die Kılıçdaroğlu-Führung keine Vorsitzenden finden könne. Özels Stab sagte: „Sie unterbreiten Dutzenden von Personen Angebote, um Ernennungen vorzunehmen, aber niemand nimmt an. Die Parteizentrale erlebt regelrecht eine Führungskrise. Wenn dieser Prozess so weitergeht, könnten sie gezwungen sein, die Türen der Organisationen zu verschließen.“
PARTEIZENTRALE: „WIR NEHMEN DIE ERNENNUNG VOR, SOBALD EIN KONSENS BESTEHT“
Die CHP-Parteizentrale erklärte hingegen, dass die Ernennungen planmäßig durchgeführt würden und man sich bei dem Prozess nicht beeile.
Quellen aus der Parteizentrale gaben an, dass es in einigen Provinzen zahlreiche Bewerbungen für den Provinzvorsitz gebe, die Kandidaten einzeln bewertet würden und man sich auf Namen einigen würde, bei denen ein gemeinsamer Konsens erzielt wurde.
Parteistrategen bewerteten die Situation wie folgt: „Es gibt sehr viele Kandidaten. Wenn unter den Kandidaten ein Konsens über einen Namen erzielt wird, führen wir die Ernennung durch. Unser Ziel ist es nicht nur, die freien Stellen zu besetzen, sondern die richtigen Personen zu beauftragen.“