23.000 Arbeiter in Izmir im Streik! Verkehr lahmgelegt: Stellungnahme von Cemil Tugay

Nachdem bei den Tarifverhandlungen der Stadtverwaltung Izmir keine Einigung erzielt werden konnte, sind rund 23.000 Arbeiter in den Streik getreten. Während der Verkehr am Morgen beeinträchtigt wurde, erklärte Bürgermeister Cemil Tugay, dass man die Streikentscheidung respektiere, der Alltag jedoch schwieriger werde.

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In der Stadtverwaltung Izmir haben rund 23.000 Arbeiter aufgrund eines Streits bei den Tarifverhandlungen einen Streik begonnen.

Mitglieder der Gewerkschaft Genel-İş, Zweigstellen Izmir Nr. 1, 2, 3 und 9, versammelten sich vor dem Dienstgebäude der Stadtverwaltung auf dem Messegelände Kültürpark. Die Arbeiter zündeten Fackeln an, skandierten verschiedene Parolen, tanzten Halay und entrollten anschließend ein Transparent mit der Aufschrift "In diesem Betrieb wird gestreikt".

Die Zweigstellenleiter der Gewerkschaften und die Arbeiter hängten das Transparent am Gebäude der Stadtverwaltung auf. Ercan Gül, Vorsitzender der Genel-İş-Zweigstelle Izmir Nr. 2, erklärte in seiner Rede, dass der Streik von rund 23.000 Arbeitern ab Mitternacht begonnen habe. Gül betonte, dass sie den Kampf Seite an Seite führen würden: "Wir sind nicht gekommen, um Unruhe zu stiften, sondern um unser Brot zu vermehren. Jeder wird besonnen sein und diesen Kampf unterstützen. Wir werden nicht zulassen, dass jemand diesem Ort schadet. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis wir dieses Brot vermehrt haben", sagte er.

CEMİL TUGAY: DAS LEBEN WIRD SCHWIERIGER

Bürgermeister Cemil Tugay teilte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account mit, dass die Verhandlungen bis zu diesem Zeitpunkt angedauert hätten, jedoch keine Einigung erzielt werden konnte.

Tugay fasste den Prozess wie folgt zusammen:

"Seit etwa 6 Monaten, seit Anfang Januar 2025, wurden von den Tochtergesellschaften der Stadtverwaltung Izmir, İzelman und İzenerji, Tarifverhandlungen mit der DİSK Genel-İş geführt. In letzter Zeit fanden Treffen statt, die bis zu 12 Stunden am Tag dauerten, aber es konnte keine Einigung erzielt werden, und der Streikprozess beginnt ab morgen. Die Forderungen der Gewerkschaft sind leider nicht angemessen. In einem Umfeld, in dem die Bevölkerung des Landes und der Stadt unter schwierigen Bedingungen lebt und das Budget der Gemeinde erschöpft ist, ist die Erfüllung dieser Forderung weder möglich, noch realistisch, noch angemessen, noch gemeinwohlorientiert, noch entspricht sie dem Geist der Solidarität. Ein Streik ist jedoch ein Recht und ein Teil des demokratischen Lebens. Der Streikaufruf unserer Gewerkschaften und die Teilnahme unserer Mitarbeiter an diesen Aufrufen sind ihre gesetzlichen Rechte. Wir werden dies respektieren. Gleichwohl werden wir auf Handlungen, die im Rahmen der Streikausübung gesetzlich nicht geschützt sind, mit rechtlichen Mitteln reagieren. Für den Streikprozess hat unsere Gemeinde in allen wichtigen Dienstleistungsbereichen Vorkehrungen getroffen und begonnen, unsere Bürger über die Kommunikationskanäle zu informieren. Ich möchte jedoch mit unseren Bürgern teilen, dass es sich bei diesem Prozess um einen Streik handelt, der 20.000 Mitarbeiter betrifft und den Alltag erschweren wird. Wir sind bereit, alles zu tun, damit dieser Streik gar nicht erst beginnt oder so schnell wie möglich endet. Wir sind offen für jeden Vorschlag, der das Gemeinwohl schützt, die öffentlichen Ressourcen schont und den Geist der Solidarität gegen die Sparpolitik der Regierung stärkt. Ich hoffe, dass die Gewerkschaft nicht auf diesen Forderungen beharrt; es ist offensichtlich, dass mit diesen Forderungen kein Gewinn für die Arbeiter und die Arbeitnehmerschaft erzielt werden kann. Auch das öffentliche Gewissen wird die Gewerkschaft an diesem Punkt nicht unterstützen. Ich kann und werde diesen Forderungen der Gewerkschaft nicht zustimmen. Aber ich nehme jeden einzelnen meiner Arbeiterbrüder und -schwestern davon aus. Dieser Tisch wird für Ihre Arbeit immer offen sein. Aber man erwarte nicht von mir, dass ich unverantwortlich handle. Unsere Mitbürger sollen nicht daran zweifeln, dass ich gemäß den tatsächlichen Bedingungen von Izmir und der Gemeinde handeln werde. Unsere Erwartung an die Gewerkschaft ist es, Forderungen zu diskutieren, die mit den Realitäten unseres Landes und den Bedingungen unserer Gemeinde vereinbar sind. Ich möchte auch bekannt geben, dass ich am Mittwoch, dem 28. Mai 2025, bis eine Stunde vor Streikbeginn im Arbeitsbüro des Bürgermeisters von Izmir in Kontakt mit der Gewerkschaft blieb, um eine Lösung zu finden. Zur Information unserer Öffentlichkeit. Mit freundlichen Grüßen."