234 Nachbeben in 17 Stunden in Simav, Kütahya

Nach dem Erdbeben der Stärke 5,4, das sich gestern im Landkreis Simav in der Provinz Kütahya ereignete, wurden in den darauffolgenden 17 Stunden mehr als 234 Nachbeben mit Stärken zwischen 1,0 und 4,5 registriert.

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Nach dem Erdbeben der Stärke 5,4, das sich gestern um 12.59 Uhr im Landkreis Simav in Kütahya ereignete, halten die Nachbeben an. Nur 13 Minuten nach dem Hauptbeben kam es zu einer Erschütterung der Stärke 4, kurz darauf wurden zwei weitere Beben der Stärken 3,6 und 3,4 verzeichnet.

ANZAHL DER NACHBEBEN ÜBERSTEIGT 234

Heute um 01.48 Uhr ereignete sich ein Nachbeben der Stärke 4,5 mit Epizentrum in Simav. Unmittelbar danach, um 01.49 Uhr, wurde ein weiteres Beben der Stärke 3,5 registriert. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde AFAD ereigneten sich bis heute um 05.57 Uhr, also in den 17 Stunden nach dem Hauptbeben, mehr als 234 Erschütterungen mit Stärken zwischen 1,0 und 4,5.

AUCH IN ISTANBUL UND IZMIR SPÜRBAR

Das Beben war in vielen Städten spürbar, darunter auch in Istanbul und Izmir. Der Gouverneur von Kütahya, Musa Işın, erklärte, dass in Simav 8 leerstehende Häuser beschädigt wurden. Zudem entstanden Risse an Dach und Wänden des städtischen Dienstgebäudes im Landkreis Hisarcık.

ERKLÄRUNG VON MINISTER YERLIKAYA

Innenminister Ali Yerlikaya teilte mit, dass es nach dem Erdbeben zu keinen negativen Vorfällen gekommen sei und die Erkundungsarbeiten in der Region andauerten.

ERDBEBEN-SCHWARM IN DER REGION

Zur Erinnerung: Am Abend des 10. August hatte sich in Sındırgı (Balıkesir), westlich von Simav, ein Erdbeben der Stärke 6,2 ereignet. Nach diesem Beben, bei dem eine Person ums Leben kam und 29 Menschen verletzt wurden, kam es in der Region zu einem „Erdbeben-Schwarm“, dessen Nachwirkungen noch immer spürbar waren. Nun durchlebt Simav einen ähnlichen Prozess.