250 Textilarbeiter erfuhren bei Arbeitsantritt von ihrer Kündigung: 'Wer wird sich um uns kümmern?'

250 Arbeiter einer Textilfabrik in Yozgat erfuhren von ihrer Entlassung, als sie morgens zur Arbeit erschienen, um ihre Schicht anzutreten.

İHA

Etwa 250 Arbeiter einer Textilfabrik erfuhren vor den Werkstoren, dass sie arbeitslos geworden sind. Den Mitarbeitern, die am Morgen in der Fabrik in Yozgat eintrafen, wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen 'pleite' sei.

Die Firma Ritimteks mit Sitz in Istanbul-İkitelli, die seit 2014 in der Industriezone von Yozgat tätig war, stellte aus ungeklärten Gründen plötzlich ihren Betrieb ein. Die 250 in der Fabrik beschäftigten Arbeiter konnten das Gelände nicht betreten, als sie zur Arbeit erscheinen wollten.

DIE CHEFS GINGEN NICHT ANS TELEFON

Die Arbeiter, die niemanden fanden, um eine Erklärung zu erhalten, konnten auch bei Anrufen in der Firmenzentrale in Istanbul keinen Verantwortlichen erreichen.

Nach Angaben der Arbeiter teilte ihnen eine Person aus der Personalabteilung des Unternehmens mit, dass der Betrieb eingestellt worden sei und die Eigentümer nicht erreichbar seien.

'WIR WERDEN IMMER WIEDER ZUM OPFER'

Die Arbeiter, die bei ihrem Eintreffen in der Fabrik erfuhren, dass sie arbeitslos sind, versammelten sich nach dem ersten Schock vor dem Werk und forderten, dass ein Verantwortlicher erscheint. Während die Gendarmerie in der Region Sicherheitsmaßnahmen ergriff, erschien kein Vertreter des Unternehmens, um eine Erklärung abzugeben.

Die Fabrikarbeiter, die sich als Opfer sehen, schilderten ihre Situation mit folgenden Worten:

'Ist das das Schicksal von Yozgat? Ständig kommen ähnliche Firmen, die auf die gleiche Weise über Nacht verschwinden. Wir Arbeiter werden immer wieder zum Opfer gemacht. Wer wird sich um uns kümmern, wer wird uns dabei helfen, unsere Rechte einzufordern? Wir bitten um Hilfe. Wir finden niemanden, dem wir unser Leid klagen können. Wir alle haben Kinder, einige haben Schulden, andere haben Kranke zu versorgen. Wir wurden im Stich gelassen und bitten um Unterstützung.'