3 Leutnants benachrichtigt: Entlassungsbeschluss mit 5 zu 4 Stimmen bestätigt... Gegner des Ausschlusses der Leutnants aus den TSK sorgen für Aufsehen
Während den 3 aus den TSK entlassenen Leutnants die mündliche Mitteilung gemacht wurde, steht fest, dass die Entscheidung mit 5 zu 4 Stimmen getroffen wurde. Nach einem Bericht der Journalistin und 12punto-Autorin Müyesser Yıldız befinden sich unter den Gegnern des Entlassungsbeschlusses auch der YDK-Vorsitzende und der Stabschef des Heeres (KKK).
12punto
Nach der Abschlusszeremonie der Militärakademie der Landstreitkräfte der Nationalen Verteidigungsuniversität am 30. August 2024 hatten die Leutnants ihre Schwerter gekreuzt, den Offizierseid gesprochen und anschließend "Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals" gerufen.
Nachdem regierungsnahe Medien die Leutnants zur Zielscheibe gemacht hatten, erklärte AKP-Vorsitzender und Präsident Recep Tayyip Erdoğan: "Gegen wen zieht ihr diese Schwerter? Alle notwendigen Untersuchungen dazu werden durchgeführt, und diese paar Unbelehrbaren dort werden ebenfalls gesäubert."
Nach dieser Erklärung Erdoğans wurden Ebru Eroğlu, Batuhan Gazi Kılıç, Deniz Demirtaş, Talip İzzet Akarsu, Serhat Gündar sowie drei Disziplinarvorgesetzte, Oberst Alper Topsakal, Oberstleutnant Halit Türkoğlu und Major Murat Öztürk, mit Stimmenmehrheit an den Obersten Disziplinarausschuss verwiesen und aus den TSK entlassen.
5 MITGLIEDER STIMMTEN FÜR DIE ENTLASSUNG, 4 DAGEGEN
Während fünf Mitglieder des Obersten Disziplinarausschusses der Landstreitkräfte für die "Entlassung" stimmten, lehnten vier Mitglieder die Entscheidung ab. Es wird erwartet, dass der Widerspruch dieser vier Mitglieder den Leutnants in ihrem weiteren Streben nach Gerechtigkeit zugutekommen wird. Die Leutnants haben das Recht, innerhalb von 60 Tagen Klage beim Verwaltungsgericht zu erheben.
Den drei Leutnants, deren Entlassung aus den TSK beschlossen wurde, wurde die Entscheidung mündlich mitgeteilt. Mit dieser Mitteilung steht fest, dass die Entscheidung mit 5 gegen 4 Stimmen getroffen wurde. Auffällig war, dass sich unter den Gegnern der Entlassung der Leutnants auch der Stabschef der Landstreitkräfte, der zugleich Vorsitzender des Obersten Disziplinarausschusses ist, sowie der Leiter der Rechtsabteilung befinden.
ALLE AUGEN RICHTEN SICH AUF DEN KASSATIONSHOF
Namık Öztürk, einer der Anwälte der Leutnants, hatte bei der Generalstaatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet und behauptet, einige Kommandeure seien während des Untersuchungsverfahrens unter Druck gesetzt worden, ihre Einschätzungen zu ändern.
In der Strafanzeige wurde behauptet, dass Unterlagen aus der Akte entfernt worden seien, dass, als die Akte zum zweiten Mal beim EDOK-Kommando der Landstreitkräfte eintraf, die ersten Einschätzungen und Vorschläge einiger Vorgesetzter nicht in der Akte enthalten gewesen seien, sondern neu erstellte Einschätzungen und Vorschläge dieser Vorgesetzten, und dass auf diese Weise der Inhalt der Akte verändert worden sei.
Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara erklärte, unter den Beschuldigten befänden sich auch Personen im Generalsrang; deshalb liege die Befugnis zur Erteilung einer Untersuchungsgenehmigung beim Verteidigungsminister. Die Staatsanwaltschaft erklärte sich für "unzuständig" und übermittelte die Ermittlungsakte an die Generalstaatsanwaltschaft beim Kassationshof.
DREI LEUTNANTS WURDEN MÜNDLICH BENACHRICHTIGT
Nach Angaben der 12punto-Autorin und Journalistin Müyesser Yıldız wurde den drei Leutnants, deren Entlassung aus den TSK beschlossen wurde, die Entscheidung mündlich mitgeteilt. Mit dieser Mitteilung steht fest, dass die Entscheidung mit 5 gegen 4 Stimmen getroffen wurde.
Nach Yıldız' Bericht gehörten zu den Gegnern der Entlassung der Leutnants auch der Stabschef der Landstreitkräfte, der Vorsitzender des Obersten Disziplinarausschusses ist, sowie der Leiter der Rechtsabteilung.