32 Frauen im April ermordet!
Die Plattform „Wir werden Frauenmorde stoppen“ (Kadın Cinayetlerini Durduracağız Platformu) hat ihren Datenbericht für April 2024 veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden im April in der Türkei 32 Frauen ermordet, zudem wurden 13 Todesfälle von Frauen als verdächtig eingestuft.
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Die Plattform „Wir werden Frauenmorde stoppen“ hat ihren Datenbericht für April 2024 veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden in der gesamten Türkei 32 Frauen ermordet und 13 Todesfälle von Frauen als verdächtig eingestuft.
Den Details des Berichts zufolge wurden 59 Prozent der ermordeten Frauen von ihren derzeitigen oder ehemaligen Partnern getötet.
Es wurde festgestellt, dass der häufigste Tatort mit 56 Prozent das eigene Zuhause der Frauen war.
''32 FRAUENMORDE IM APRIL''
„Unser Kampf gegen Frauenmorde in der Türkei dauert seit 14 Jahren an. Als Plattform veröffentlichen wir seit 2010, dem Jahr, in dem wir den Bedarf erkannten, Daten zu Frauenmorden. Die Ministerien hingegen erfassen und teilen diese Daten zu Frauenmorden leider nicht systematisch. Neben der Offenlegung der Realität von Frauenmorden und verdächtigen Todesfällen ist es auch die Pflicht des Staates, konkrete Lösungsvorschläge zur Beendigung von Frauenmorden umzusetzen. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, damit alle zuständigen Ministerien und Mechanismen aktiviert werden, um diese Aufgabe zu erfüllen.
''DASS NICHT FESTGESTELLT WERDEN KANN, VON WEM UND WARUM FRAUEN GETÖTET WURDEN...''
In diesem Monat wurden 32 Frauen ermordet und 13 Frauen wurden auf verdächtige Weise tot aufgefunden. Von den 32 ermordeten Frauen wurden 10 unter dem Vorwand getötet, dass sie Entscheidungen über ihr eigenes Leben treffen wollten, wie etwa sich scheiden zu lassen, eine Versöhnung abzulehnen, eine Heirat abzulehnen oder eine Beziehung zu beenden; eine wurde unter dem Vorwand getötet, dass ihre Mutter sich nicht mit ihrem Vater versöhnte; eine wurde getötet, weil sie eine Katze fütterte; ein Mädchen wurde unter dem Vorwand getötet, Steine geworfen zu haben; eine wurde aus wirtschaftlichen Gründen ermordet. Bei 18 von ihnen konnte der Grund für die Ermordung nicht festgestellt werden. Dass bei 18 Frauen der Grund für die Ermordung nicht ermittelt werden konnte, ist ein Ergebnis der Unsichtbarmachung von Gewalt gegen Frauen und Frauenmorden. Solange nicht festgestellt wird, von wem und warum Frauen getötet werden; solange keine fairen Gerichtsverfahren stattfinden und Verdächtige, Angeklagte und Mörder keine abschreckenden Strafen erhalten und keine präventiven Maßnahmen ergriffen werden, setzt sich die Gewalt in veränderter Form fort. Wir möchten die Namen unserer Schwestern, von denen jede ein Leben war, mit Ihnen teilen:
FRAUEN, DIE IHR LEBEN VERLOREN HABEN
Sevda Meşe, Tuğçe A., Selma Çiftçi, Gülseren Yıldırım, Yıldız Yılmaz, Besra Kırmızı, Semanur Çakır, Petek Aksak, Buse Ateş Suna, Esma İşik, Yonca Kazan Coşkun, Nursel Yılmaz, Türkan Abay, Kübra Kanat, Asya Can, Emine Boynueğri, Sahure Dudu Bahçeci, Meltem Zengin, Rozerin Yıldız, Emine Derviş, Sultan Akgül, F. C., İlknur Çetin, Selin Yalın, N. A., Buse Demirkıran, A. K., Gülcan Güneş, Nazlı Tepedir, Hivda Temel, Esra Yıldız, Gözde Yılmaz.
FRAUEN, DIE AUF VERDÄCHTIGE WEISE GETÖTET WURDEN
Pembe Aykut, Selda D., Gaye Kayan, M. B., Ayşe Tek, Suna S., Ş. B., Birgül Kılıç, Betül Kurt, Fatma D., Aysel Arslan, S. D., Leyla Akyol.“