61 aktive Soldaten inhaftiert

Im Rahmen einer FETÖ-Ermittlung in Istanbul wurden 61 aktive Soldaten inhaftiert, eine Person wurde freigelassen.

İHA

Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen zur Aufdeckung der Aktivitäten der bewaffneten Terrororganisation FETÖ innerhalb der türkischen Streitkräfte wurden 61 Verdächtige, die aktiv als Militärpersonal in den Kommandos der Luft-, Land- und Seestreitkräfte sowie im Generalkommando der Gendarmerie tätig waren, vom zuständigen Bereitschaftsgericht inhaftiert.

Im Zuge der Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zur Entschlüsselung der Aktivitäten der Fetullahistischen Terrororganisation (FETÖ) innerhalb der türkischen Streitkräfte war festgestellt worden, dass einige der verdächtigen Soldaten Orte wie Kioske, Supermärkte oder Rechnungszahlungsstellen nutzten, um organisatorische Kontakte zu ihren zivilen Vorgesetzten aufzunehmen, und dass sie über Festnetzanschlüsse in öffentlichen Bereichen sowie über eingerichtete Prepaid-Leitungen kommunizierten.

63 VERDÄCHTIGE, ALLESAMT MILITÄRPERSONAL

Es wurde festgestellt, dass von den Verdächtigen, bei denen eine Kommunikation gemäß dem organisatorischen Kommunikationsmodell nachgewiesen wurde, 8 im Kommando der Luftstreitkräfte, 13 im Generalkommando der Gendarmerie, 36 im Kommando der Landstreitkräfte und 6 im Kommando der Seestreitkräfte aktiv tätig waren. Gegen die 63 Verdächtigen, bei denen es sich ausnahmslos um Militärpersonal mit den Dienstgraden Oberst, Oberstleutnant, Major, Hauptmann sowie Unteroffizier/Fachfeldwebel handelt, war eine simultane Operation in 35 Provinzen mit Zentrum in Istanbul durchgeführt worden.

Die im Rahmen der Operation festgenommenen Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zum Istanbuler Justizpalast in Çağlayan überstellt. Von den Verdächtigen, deren staatsanwaltschaftliche Verfahren abgeschlossen wurden, wurden 61 vom zuständigen Bereitschaftsgericht inhaftiert.

Unterdessen wurde gegen einen Verdächtigen die gerichtliche Kontrollmaßnahme einer Meldepflicht sowie ein Ausreiseverbot verhängt. Die Fahndung nach einem weiteren Verdächtigen dauert an.