78 Tote, kein Rücktritt: Erdoğan und Minister Ersoy auf einem Foto vereint
Nach dem Hotelbrand in Bolu, der 78 Menschen das Leben kostete, wurde der in die Kritik geratene Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, gemeinsam mit Präsident Erdoğan auf einem Foto abgelichtet.
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Präsident Recep Tayyip Erdoğan wurde nach der Brandkatastrophe im Grand Kartal Hotel in Bolu Kartalkaya erstmals wieder gemeinsam mit dem Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, auf einem Foto gesehen.
Erdoğan, der für den Parteikongress in Antalya in die Stadt gereist war und dort verschiedene Termine wahrnahm, erschien während seines Besuchs bei der Stadtverwaltung von İbradı gemeinsam mit Mehmet Nuri Ersoy auf einem Bild.
Auf dem Foto waren neben Erdoğan und Mehmet Nuri Ersoy auch die Bürgermeisterin von İbradı, Hatice Sekmen, die Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Demir Göktaş, sowie der Vorsitzende der türkischen Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO und Abgeordnete für Antalya, Mevlüt Çavuşoğlu, zu sehen.
Ersoy stand aufgrund von Kompetenzstreitigkeiten nach der Brandkatastrophe, bei der 78 Menschen ums Leben kamen, im Fokus der öffentlichen Debatte. Neben der Opposition hatten auch einige regierungsnahe Stimmen erklärt, dass Ersoy die Verantwortung trage und daher zurücktreten müsse.
ERDOĞAN HATTE VORAB EINE BOTSCHAFT GESENDET
Der AKP-Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte heute in seiner Rede bei der Parteikundgebung in Antalya erklärt, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.
Erdoğan sagte dazu:
"Es ist unsere gemeinsame Pflicht und Verantwortung, sicherzustellen, dass die Katastrophe in Bolu die letzte bleibt. Ich wünsche den 78 Geschwistern, die bei der Brandkatastrophe ihr Leben verloren haben, noch einmal Gottes Gnade und den Geschwistern, die sich noch in Behandlung befinden, eine baldige Genesung. Während unsere Herzen angesichts von Katastrophen wie dem Hotelbrand in Bolu schmerzen, verfolgen wir die laufenden Arbeiten in allen Phasen genau. Wir werden bei niemandem, der in diesem Vorfall Verantwortung trägt, ein Auge zudrücken; wir werden sicherstellen, dass jeder, der Mängel, Fehler, Versäumnisse oder Schuld aufweist, einzeln zur Rechenschaft gezogen wird."