9 Verdächtige im Fall Kaşif Kozinoğlu dem Gericht überstellt

Im Rahmen der wiederaufgenommenen Ermittlungen zum Tod von Kaşif Kozinoğlu, der 2011 im Silivri-Gefängnis verstarb, wurden 9 in Gewahrsam befindliche Personen an die Justiz übergeben.

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In den wiederaufgenommenen Ermittlungen zum Tod des ehemaligen MİT-Beamten Kaşif Kozinoğlu im Jahr 2011 im Silivri-Gefängnis gibt es eine neue Entwicklung. Die polizeilichen Maßnahmen bei den 9 Verdächtigen, die im Zuge der zweiten operativen Welle festgenommen wurden, sind abgeschlossen.

Die Verdächtigen, unter denen sich der Journalist Selahattin Günday, der Kameramann İdris Tiftikçi sowie medizinisches Personal befinden, wurden nach Abschluss der Formalitäten dem Gericht überstellt.

In dem von der Generalstaatsanwaltschaft Silivri geführten Ermittlungsverfahren wird betont, dass die Arbeiten fortgesetzt werden, um neue Beweise zum Tod von Kozinoğlu zu sichern und den Vorfall in allen Aspekten aufzuklären.

Kaşif Kozinoğlu war am 12. November 2011 im Silivri-Gefängnis erkrankt, in ein Krankenhaus eingeliefert worden und dort später verstorben. Das damals geführte Ermittlungsverfahren wurde 2012 mit der Entscheidung eingestellt, dass kein Grund für eine Strafverfolgung bestehe.

Die Akte wurde am 26. August 2026 nach der Aufhebung der Einstellung des Verfahrens wieder geöffnet. Es wurde mitgeteilt, dass für die neuen Ermittlungen ein spezielles Team gebildet wurde und auch frühere Beweismittel erneut einer Prüfung unterzogen werden.

Einer der bemerkenswerten Schritte der Ermittlungen war die Exhumierung. Um die genaue Todesursache von Kozinoğlu zu bestimmen und festzustellen, ob eine Einwirkung Dritter vorlag, wurde die Entnahme von Knochen-, Boden- und anderen Proben aus dem Grab angeordnet.

Es wurde erklärt, dass die entnommenen Proben zusammen mit den Videoaufzeichnungen aus dem Gefängnis, den 112-Notrufprotokollen und Krankenhausunterlagen ausgewertet werden sollen und dass eine neue Untersuchung der Todesursache durch das Institut für Rechtsmedizin erwartet wird.