93 Personen, darunter 3 türkische Abgeordnete, festgehalten: Erste Stellungnahme des Außenministeriums

Bei einem Überfall israelischer Streitkräfte in internationalen Gewässern auf die „Freedom Flotilla“, die humanitäre Hilfe nach Gaza transportierte, wurden 93 Personen, darunter 3 türkische Abgeordnete, verschleppt. Das Außenministerium bezeichnete den Vorfall als „Akt der Piraterie“ und kündigte an, dass alle diplomatischen Initiativen zur Freilassung der türkischen Staatsbürger eingeleitet wurden.

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Die „Freedom Flotilla“, die aufgebrochen war, um humanitäre Hilfe nach Gaza zu liefern, wurde von israelischen Streitkräften in internationalen Gewässern angegriffen. Bei dem Überfall wurden insgesamt 93 Personen, darunter 3 türkische Abgeordnete, von Israel festgehalten.

Dass diese Flotte, die nach der „Sumud-Flotte“ in See stach, ebenfalls in internationalen Gewässern ins Visier genommen wurde, stieß in der Türkei und in der internationalen Öffentlichkeit auf Empörung.

Das Außenministerium gab eine schriftliche Erklärung zu der Aktion Israels ab. In der Erklärung wurde der Eingriff gegen die „Freedom Flotilla“ als „ein von der völkermörderischen Netanyahu-Regierung begangener Akt der Piraterie“ bezeichnet.

In der Erklärung hieß es weiter:

„Der Eingriff in internationalen Gewässern gegen die ‚Freedom Flotilla‘, die aufgebrochen war, um die rechtswidrige und unmenschliche Blockade Gazas zu durchbrechen, ist ein von der völkermörderischen Netanyahu-Regierung begangener Akt der Piraterie. Dieser Angriff auf zivile Aktivisten, unter denen sich auch türkische Staatsbürger und Abgeordnete befinden, stellt einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht dar.“

‚VÖLKERRECHT OFFENSICHTLICH VERLETZT‘

In der Erklärung des Außenministeriums wurde betont, dass dieser Eingriff Israels gegen zivile Aktivisten die Normen des Völkerrechts missachte. Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass Israel durch die gewaltsame Reaktion auf zivile Initiativen, die humanitäre Hilfe transportieren, die Spannungen in der Region verschärfe.

In der Erklärung hieß es zudem: „Indem Israel jede Art von Bemühungen, die humanitäre Werte verteidigen und friedliche Methoden anwenden, mit Gewalt bekämpft, schadet es den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden.“

INITIATIVEN FÜR TÜRKISCHE STAATSBÜRGER EINGELEITET

Das Ministerium gab bekannt, dass diplomatische Initiativen zur Freilassung der von israelischen Streitkräften festgehaltenen türkischen Abgeordneten und Staatsbürger eingeleitet wurden.

WAS WAR GESCHEHEN?

Israel hatte zuvor mehr als 450 Aktivisten von etwa 40 Schiffen der globalen „Sumud-Flotte“, die Hilfsgüter nach Gaza brachten, verschleppt und in Gewahrsam genommen. Die meisten dieser Aktivisten wurden aus Israel, wohin sie zwangsweise gebracht worden waren, abgeschoben. Viele Aktivisten berichteten, dass sie in Israel, wohin sie verschleppt wurden, geschlagen und misshandelt wurden.

Später griff Israel die „Freedom Flotilla“, die ebenfalls für Gaza in See gestochen war, an und verschleppte dabei 93 Aktivisten. Unter den Aktivisten befinden sich auch 3 türkische Abgeordnete.