Abdurrahman Dilipaks „15. Juli“-Behauptung landet vor Gericht! Strafanzeige gegen 20 Personen, darunter Erdoğan
Die Behauptung des islamistischen Autors Abdurrahman Dilipak, die Regierung habe bereits vier Monate im Voraus alle Einzelheiten über den 15. Juli gewusst, ist nun Gegenstand eines juristischen Verfahrens. Der stellvertretende Generalsekretär der Halkın Kurtuluş Partisi (HKP), Rechtsanwalt Tacettin Çolak, erklärte, dass sie Strafanzeige gegen 20 Personen erstattet hätten, darunter der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan.
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Der islamistische Autor Abdurrahman Dilipak stellte in einem kürzlich auf seinem Social-Media-Account veröffentlichten Beitrag die Behauptung auf: „Die Regierung wusste bereits vier Monate im Voraus mit allen Einzelheiten über den 15. Juli Bescheid.“
Sanki FETÖ'cüler darbeye kalkışmamışlar gibi, AK Partililer de sanki darbeden habersiz imiş de son anda darbeyi halkın yardımı ile bastırmış gibi davranıyorlar. Oysa hükümet 4 ay önceden darbe olacağını bütün ayrıntılı ile biliyordu. Halk ne olduğunu bilmeden darbeye karşı…
— Abdurrahman Dilipak (@aDilipak) February 18, 2024
Nach Dilipaks aufsehenerregender Behauptung wurde die Halkın Kurtuluş Partisi (HKP) aktiv.
Die Anwälte der HKP reichten bei der Generalstaatsanwaltschaft Ankara Strafanzeige gegen Recep Tayyip Erdoğan, Abdullah Gül, Bülent Arınç, Binali Yıldırım, Ahmet Davutoğlu, Mehmet Ali Şahin, Cemil Çiçek, Abdülkadir Aksu, Hulusi Akar, Süleyman Soylu, Hakan Fidan, Mevlüt Çavuşoğlu, Efkan Ala, Ali Erbaş, die damaligen Befehlshaber der Teilstreitkräfte Salih Zeki Çolak, Abidin Ünal, Bülent Bostanoğlu, Galip Mendi, Yaşar Güler sowie alle Kabinettsmitglieder und Abgeordneten ein.
In der von den HKP-Anwälten bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereichten Petition wird den genannten Personen vorgeworfen, die Straftaten „Versuch der Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung“ und „Beihilfe zu einer Straftat“ begangen zu haben.
Darüber hinaus wurde in der Petition gefordert, den Autor Abdurrahman Dilipak sowie Nurettin Veren, der einst zu den engsten Vertrauten des FETÖ-Anführers Fetullah Gülen zählte, als Zeugen zu vernehmen.
„EINE OPERATION DER AKP-LEUTE UND DER FETÖ-GEMEINDE ZUR ZERSTÖRUNG DER ERRUNGENSCHAFTEN DER LAIKEN REPUBLIK“
Der stellvertretende Generalsekretär der HKP, Rechtsanwalt Tacettin Çolak, erklärte zur Strafanzeige: „Der blutige Umsturzversuch vom 15. Juli ist kein Putsch. Es ist eine von der CIA geplante, auf die Niederlage der FETÖ-Anhänger ausgelegte Operation, die im Kern dazu diente, dass zwei mittelalterliche Mächte, nämlich die AKP-Leute und die FETÖ-Gemeinde, die Errungenschaften der laiken Republik zerstören. Die darauffolgenden Ausnahmezustandsgesetze, die vollständige Abschaffung des parlamentarischen Systems, die Entmachtung der Armee, die Diskreditierung des Militärs durch das Abstellen von Müllwagen vor den Kasernentoren, die Schließung der Militärakademien sowie die vollständige Durchsetzung der AKP-Mentalität im Bildungswesen, in der Justiz und an den Universitäten und insbesondere die Überführung des Staates in die Herrschaft einer einzigen Person durch das parteiische Präsidialsystem mit einer weltweit beispiellosen diktatorischen Praxis sind der Beweis dafür.“
STRAFANZEIGE GEGEN 20 PERSONEN, DARUNTER ERDOĞAN!
Çolak betonte, dass sie Strafanzeige gegen 20 Personen, einschließlich Erdoğan, erstattet hätten, und sagte: „Bei diesem blutigen Zusammenstoß zweier mittelalterlicher Mächte kamen etwa 400 unserer Mitbürger ums Leben, ebenso viele wurden verletzt oder verstümmelt. Wir haben diese Strafanzeige im Hinblick auf unsere historische Verantwortung erneut eingereicht, auch wenn wir wissen, dass das gewünschte Ergebnis ausbleiben wird, um unser Volk weiter aufzuklären, es über die Tatsachen zu informieren und den Justizapparat, der leider zu einem Rechtsbüro der AKP geworden ist, zum Handeln zu bewegen.“