Acht Verdächtige nach Terroranschlag mit 13 getöteten Polizisten vor Gericht

Acht Personen, die im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag vor 9 Jahren am Grenzübergang Dilucu in Iğdır festgenommen wurden, bei dem 13 Polizisten ums Leben kamen, wurden dem Haftrichter vorgeführt. Unter den Festgenommenen befindet sich auch der DEM-Partei-Provinzvorsitzende Mehmet Selçuk, dem vorgeworfen wird, die 5 Tonnen Düngemittel beschafft zu haben, die für den Bau des Sprengsatzes verwendet wurden.

İHA

Am 8. September 2015 wurden 13 Polizisten getötet, als Terroristen der PKK in der Nähe des Dorfes Hasanhanı im Landkreis Aralık (Provinz Iğdır) einen zuvor präparierten Sprengsatz per Fernzünder zur Detonation brachten, während ein Minibus mit Polizeibeamten des Grenzübergangs Dilucu sowie ein Begleitfahrzeug die Stelle passierten.

Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen wurden zwei Personen, darunter ein Dorfvorsteher, wegen "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung" festgenommen. H.D., ein mutmaßlicher Drahtzieher des Anschlags auf die 13 Polizisten und als gesuchtes Mitglied der PKK/KCK-Terrororganisation in der gelben Kategorie geführt, wurde 9 Jahre später in Şırnak gefasst.

Aufgrund der Aussagen von H.D., der nach Iğdır überstellt wurde, wurde eine Operation gegen 8 Personen eingeleitet, darunter der DEM-Partei-Provinzvorsitzende Mehmet Selçuk, der den Ermittlungen zufolge den für den Bau des Sprengsatzes verwendeten Dünger beschafft haben soll.

Sieben Personen wurden in Iğdır und eine Person in Istanbul festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen bei der Polizeidirektion Iğdır wurden die 8 Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt.

Von den 8 Personen, die im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag vor 9 Jahren am Grenzübergang Dilucu festgenommen wurden, erhielten 5 eine gerichtliche Auflage mit Ausreiseverbot. Gegen M.S. und Ü.E. wurde eine 13-fache lebenslange Haftstrafe gefordert, während S.A. wegen Beihilfe und Unterstützung angeklagt wird.

Im Rahmen der ausgeweiteten Ermittlungen zur Aufklärung des Bombenanschlags vor 9 Jahren am Grenzübergang Dilucu in Iğdır wurden unter Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Iğdır durch die Polizeidirektion und das Gendarmeriekommando der Provinz Iğdır simultane Operationen durchgeführt. Die bei der Operation festgenommenen 8 Personen, darunter der DEM-Partei-Provinzvorsitzende Mehmet Selçuk, dem die Beschaffung von 5 Tonnen Düngemittel für den Sprengstoffbau vorgeworfen wird, wurden heute dem Haftrichter vorgeführt. Nach der bis in die Nacht andauernden Verhandlung wurden gegen 5 der 8 Personen gerichtliche Auflagen mit Ausreiseverbot verhängt. Für den DEM-Partei-Provinzvorsitzenden Mehmet Selçuk und Ü.E. wurde eine 13-fache lebenslange Haftstrafe gefordert, während S.A. wegen Beihilfe und Unterstützung angeklagt wird. Die Inhaftierten wurden zunächst in ein Krankenhaus und anschließend in ein Gefängnis gebracht.