Adnan Beker hatte auf 5 TL geklagt: Selbst sein Anwalt konnte Kılıçdaroğlu nicht als Parteivorsitzenden bezeichnen

In der Klageerwiderung, die im Rahmen des auf 5 TL lautenden Schmerzensgeldprozesses eingereicht wurde, den Adnan Beker aufgrund der Äußerungen von Kemal Kılıçdaroğlu als „schmutziger Mann“ angestrengt hatte, fiel ein bemerkenswertes Detail auf. Kılıçdaroğlus Anwalt Celal Çelik bezeichnete seinen Mandanten nicht als „CHP-Parteivorsitzenden“, sondern als „politische Persönlichkeit, die über viele Jahre das Amt des CHP-Parteivorsitzenden ausgeübt hat“.

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Im Schmerzensgeldprozess über 5 TL, der gegen Kemal Kılıçdaroğlu, der durch einen Beschluss über absolute Nichtigkeit an die Spitze der CHP gelangt war, wegen seiner Äußerungen über den unabhängigen Abgeordneten aus Ankara, Adnan Beker, in einer Fernsehsendung angestrengt wurde, ist eine Klageerwiderung bei Gericht eingegangen.

Wie aus einem Bericht von Cumhuriyet hervorgeht, wurde in dem von Kılıçdaroğlus Anwalt Celal Çelik beim 23. Zivilgericht erster Instanz in Ankara eingereichten Schriftsatz argumentiert, dass die streitgegenständlichen Äußerungen aus dem Gesamtzusammenhang der Rede gerissen bewertet würden. In dem Schriftsatz wurde darauf hingewiesen, dass auch die politischen Identitäten der Parteien sowie die Entwicklungen vor den Erklärungen berücksichtigt werden müssten.

Kılıçdaroğlu hatte in einer Fernsehsendung, an der er am 13. Juli teilnahm, über Beker gesagt: „Dieser Mann ist ein schmutziger Mann. Schauen Sie, ich sage es. Ein schmutziger Mann. Was hat ein schmutziger Mann in der CHP zu suchen? Er soll mich ruhig verklagen. Ich werde vor Gericht alle seine Schmutzigkeiten mit Beweisen offenlegen.“ Beker hatte daraufhin Klage auf Schmerzensgeld eingereicht.

Während in Çeliks Schriftsatz Beker als „ein Politiker, der als Abgeordneter tätig ist und seine aktiven politischen Aktivitäten fortsetzt“ beschrieben wurde, wurde Kılıçdaroğlu als „eine politische Persönlichkeit, die über viele Jahre das Amt des Parteivorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP) ausgeübt hat und der Öffentlichkeit bestens bekannt ist“ definiert.

In dem Schriftsatz wurde behauptet, dass das Wort „schmutziger Mann“ kein konkreter Vorwurf einer Straftat sei, sondern ein Werturteil politischer Natur. Zudem wurde argumentiert, dass Politiker aufgrund ihrer Rollen im öffentlichen Raum im Vergleich zu gewöhnlichen Bürgern härtere und unangenehmere Kritik hinnehmen müssten. In dem Schriftsatz hieß es: „Bei der Bewertung von Äußerungen gegenüber politischen Persönlichkeiten ist es zwingend erforderlich, der Meinungsfreiheit einen breiteren Spielraum einzuräumen.“