Ära der Identitätsprüfung in sozialen Medien... Details stehen fest

Für soziale Medienplattformen wird ein neues Identitätsprüfungssystem vorbereitet. Es ist geplant, die Kontoeröffnung und Nutzungsprozesse auf Plattformen wie Instagram, X und Facebook über eine e-Devlet-Integration abzuwickeln, wobei vorgesehen ist, Konten zu schließen, die nicht mit einer türkischen Identitätsnummer (T.C. kimlik numarası) verifiziert wurden. Die Regelung soll im Rahmen des 12. Justizpakets dem Parlament vorgelegt werden.

12punto

Es wird an einem umfassenden Identitätsprüfungssystem für soziale Medienplattformen gearbeitet. Gemäß der vorbereiteten Regelung werden sich Nutzer bei Plattformen wie Instagram, X und Facebook über einen Verifizierungsschlüssel anmelden, der über e-Devlet erstellt wird.

Im Rahmen des neuen Systems wird davon ausgegangen, dass die Nutzer ihre Zustimmung zur Weitergabe ihrer grundlegenden Informationen an die Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) erteilen.

MEHRERE KONTEN KÖNNEN GENUTZT WERDEN

Dem ausgearbeiteten Modell zufolge können Nutzer auf derselben Social-Media-Plattform mehrere Konten eröffnen. Jedes Konto muss jedoch separat im e-Devlet-System registriert werden.

Der Regelung zufolge ist geplant, Konten zu schließen, die nicht mit einer türkischen Identitätsnummer verifiziert wurden.

AUFNAHME IN DAS JUSTIZPAKET ERWARTET

Die vorbereitete Regelung soll im Rahmen des 12. Justizpakets verabschiedet werden. Es heißt, dass die Einreichung beim Präsidium der Großen Nationalversammlung der Türkei vor Ende des Legislaturjahres geplant ist.

Das Identitätsprüfungssystem soll sowohl private als auch institutionelle Social-Media-Konten umfassen.

Im Rahmen des neuen Systems wird es für Inhaber privater Konten verpflichtend, ihre bestehenden Konten bei e-Devlet zu registrieren.

Bei institutionellen Konten ist eine Verknüpfung zwischen den Impressumsdaten des Unternehmens oder der Institution und dem Social-Media-Konto vorgesehen.

ALLE SOCIAL-MEDIA-MITGLIEDSCHAFTEN EINSEHBAR

Mit dem vorbereiteten System sollen Nutzer alle ihre Social-Media-Mitgliedschaften über e-Devlet einsehen können.

Justizbehörden sollen bei Verdacht auf strafbare Handlungen die Identitätsdaten des Nutzers anfordern können. Diese Informationen werden über die BTK bereitgestellt, wobei eine Zuordnung zwischen dem Benutzernamen und der realen Person erfolgt.

Auf diese Weise soll die Identifizierung von Personen, die Gegenstand von Ermittlungen sind, ermöglicht werden.

9-MONATIGER ZEITPLAN FESTGELEGT

Für die Umsetzung der Anwendung ist ein Zeitplan von 9 Monaten vorgesehen.

In den ersten 3 Monaten sollen die regulatorischen Arbeiten und die Vorbereitung der technischen Infrastruktur erfolgen. Im zweiten 3-Monats-Zeitraum sollen die Social-Media-Plattformen das Identitätsprüfungssystem einrichten, während in den letzten 3 Monaten die Integration der Nutzer in das System geplant ist.

Im Rahmen der Regelung werden die Gespräche mit Vertretern der Social-Media-Plattformen bezüglich der technischen Infrastruktur fortgesetzt.