Ära des visafreien Reisens endet: Kontrollen in 27 Ländern begonnen
Angesichts der ungelösten Flüchtlingsproblematik wurde eine neue Entscheidung getroffen. Im 27 Länder umfassenden Schengen-Raum wurden die Grenzkontrollen „vorübergehend“ wieder eingeführt. In 11 der 27 Länder haben die Grenzkontrollen bereits begonnen. Die Migrationsfrage ist nicht nur für die Türkei, sondern weltweit ein zentrales Thema. Jedes Land beginnt, Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem durch die Sicherung der eigenen Grenzen zu bewältigen.
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Angesichts der ungelösten Flüchtlingsproblematik wurde eine neue Entscheidung getroffen. In den 27 Ländern des Schengen-Raums wurden die Grenzkontrollen „vorübergehend“ wieder eingeführt. Insgesamt haben in 11 der 27 Länder die Grenzkontrollen begonnen.
Wie Dünya berichtet, war Kroatien als letztes Land am 1. Januar 2023 dem grenzfreien Schengen-System beigetreten. Es wurde betont, dass Reisende, die vor diesem Datum von Kroatien – das zwar EU-Mitglied war, aber nicht zum Schengen-Raum gehörte – auf dem Landweg in die Nachbarländer Slowenien oder Österreich reisen wollten, an den Ein- und Ausreisepunkten aufgrund des insbesondere in den Sommermonaten zunehmenden Touristenstroms stundenlang in Warteschlangen stehen mussten.
SCHLÜSSELLAND KROATIEN
Anschließend wurden in der Nacht zum 31. Dezember 2022 alle Zollschranken aufgehoben. Mit der Zunahme illegaler Einreisen in EU-Länder über die Balkanroute haben Länder wie Deutschland, Österreich und Italien, die am stärksten vom Migrationsstrom betroffen sind, beschlossen, ihre Grenzen zu den Nachbarländern strenger zu kontrollieren. Italien hat gegenüber seinem nordöstlichen Nachbarn Slowenien und dieses wiederum gegenüber seinem östlichen Nachbarn Kroatien wieder Zollkontrollen eingeführt. Da Kroatiens östliche Nachbarn Bosnien-Herzegowina und Serbien als einer der wichtigsten Transitpunkte auf der Balkanroute gelten, wurde darauf hingewiesen, dass die Kontrolle einer der größten und schwierigsten Grenzen des Schengen-Raums nun Kroatien obliegt.
LETZTES MITTEL
Auf diese Weise wurden die Grenzkontrollen im 27 Mitglieder umfassenden Schengen-Raum, in dem normalerweise Freizügigkeit herrscht, „vorübergehend“ wieder eingeführt. Die Vorübergehendheit kann rechtlich für einen Zeitraum von 6 Monaten erklärt werden. Es wurde festgehalten, dass die Schengen-Regeln Zollkontrollen als „letztes Mittel“ in Situationen erlauben, die eine ernsthafte Bedrohung für die innere Sicherheit oder die öffentliche Ordnung darstellen.