Arbeiteraufstand in Akkuyu: Insekten, Haare und sogar Kondome im Essen gefunden
Die Arbeiter des Kernkraftwerks Akkuyu haben aufgrund der unzureichenden Arbeitsbedingungen die Arbeit niedergelegt. Die Arbeiter beklagten: „Das ist keine Baustelle, das ist wie ein Nazi-Lager“, woraufhin die Gendarmerie zur Baustelle entsandt wurde.
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Arbeiter, die von unmenschlichen Arbeitsbedingungen berichten und Fremdkörper in ihrem Essen fanden, haben aus Protest die Arbeit niedergelegt. Unterdessen wird berichtet, dass täglich durchschnittlich 500 Arbeiter ohne Angabe von Gründen entlassen werden.
Wie Sol Haber berichtet, erhalten die Arbeiter, die bei der Firma İçtaş auf der Baustelle des Kernkraftwerks Akkuyu in Mersin beschäftigt sind, seit Januar keine Gehaltszahlungen.
Auf die Forderungen der Arbeiter, die auf die schlechten Bedingungen auf der Baustelle hinwiesen und sagten: „Das ist keine Baustelle, das ist wie ein Nazi-Lager“, reagierte man mit der Entsendung der Gendarmerie zur Baustelle.
„INSEKTEN, HAARE UND SOGAR KONDOME GEFUNDEN“
Ein Arbeiter beschreibt die Probleme, mit denen er konfrontiert ist, mit folgenden Worten:
„Wenn so viele Arbeiter in kurzer Zeit entlassen werden sollten, warum wurden sie dann eingestellt? Wir vegetieren bereits in Baracken dahin. Wir haben weder Geld noch das Recht auf menschenwürdige Arbeit. Wir bekommen einen Hungerlohn. Wir schlafen an Orten, die wie Drecklöcher sind, und uns wird Essen vorgesetzt, in dem Schmutz ist. Wofür? Wir arbeiten ohnehin fast umsonst. Diese Behandlung ist wirklich eine Schande.“
Den Behauptungen der Arbeiter zufolge wurden in den Mahlzeiten Insekten, Haare und sogar Kondome gefunden. Ein Arbeiter schilderte die Situation wie folgt:
„Ich habe das Video im Beisein meiner Kollegen aufgenommen. Sonst würde mir das niemand glauben. Ich habe einige der Videos sogar an diejenigen geschickt, die an diesem Tag nicht zum Essen gekommen sind. Es gibt ein Problem mit der Verpflegung. Neulich wurde im Joghurt ein benutztes Kondom gefunden. Was ist das für eine Gewissenlosigkeit?“
„KEINE BAUSTELLE, EIN NAZI-LAGER“
Um gegen die Arbeiter vorzugehen, die in den Streik getreten waren, wurde die Gendarmerie zur Baustelle geschickt. Die Arbeiter betonen jedoch, dass sie nicht zurückweichen werden:
„Wir haben keine Angst vor der Entlassung. Das ist keine Baustelle, das ist wie ein Nazi-Lager. Wir werden wie Hunde behandelt.“
Ein Arbeiter, der nach den aufgetretenen Problemen seine Kündigungspapiere unterschrieb, sagte: „Bevor ich so arbeite, gehe ich lieber in meine Heimat zurück und sitze zu Hause. Das ist eine Schande und eine Sünde.“
„Es gibt etwa 50 Arbeiter, die entlassen wurden. Wir haben gerade auf das Konto geschaut, es wurden 29.000 Lira überwiesen. Das Geld für Januar. Wo ist der Februar? Wo sind unsere Überstunden? Wo sind die Lohnerhöhungen? Dasselbe passiert auch, wenn man uns vor die Tür setzt“, beschreibt er die Probleme der Arbeiter.
Während der Kampf der Arbeiter andauert, liegt von Akkuyu noch keine Stellungnahme vor.