AKP beginnt Gespräche für neue Abgeordnetentransfers! Ziel: Verfassungsänderung ohne Referendum
Während die AKP sich auf das Ziel von 400 Sitzen durch Abgeordnetentransfers konzentriert, um die Verfassungsänderung ohne Referendum durchzuführen, werden in den Kulissen mögliche Wechsel von DEVA, Gelecek, CHP und İYİ Parti diskutiert.
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Die AKP, die mit Abgeordnetentransfers in das neue Jahr gestartet ist, verfolgt das Ziel, für eine Verfassungsänderung die Marke von 400 Abgeordneten zu erreichen, ohne ein Referendum abhalten zu müssen. In den politischen Kulissen überwiegen Einschätzungen, dass diese Zahl erreicht werden könnte.
Dem Bericht von Cumhuriyet zufolge sollen Quellen, die der Parteiführung nahestehen, die Aussage „Die Arithmetik im Parlament ist für uns kein Problem“ verwendet haben. Diese Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass sich die aktuelle Sitzverteilung im Parlament nicht nur durch parteiübergreifende Konsensbildung, sondern auch durch individuelle Abgeordnetenbewegungen verändern könnte.
WIRD DIE VERFASSUNGSRECHNUNG NICHT DURCH VERHANDLUNGEN, SONDERN DURCH ZAHLEN GEMACHT?
In den Kulissen wird darüber gesprochen, dass der Prozess der Verfassungsänderung weniger auf einer klassischen politischen Verhandlungsgrundlage als vielmehr durch Abgeordnetenwechsel geformt werden könnte. Es heißt, dass die Parteistrategen die Schwellen von 360 und 400 Abgeordneten getrennt voneinander betrachten und insbesondere das Erreichen der Zahl 400 als „strategisches Ziel“ definieren.
In diesem Rahmen wird auch die Situation der „Yeni Yol“-Gruppe genau beobachtet. In AKP-Kreisen wird geäußert, dass die Gruppe ihre derzeitige Struktur möglicherweise nicht aufrechterhalten kann und die Wahrscheinlichkeit einer Auflösung in der kommenden Zeit hoch ist. In einem solchen Szenario wird darauf hingewiesen, dass es für einige Abgeordnete, die die Gruppe verlassen, möglich sei, sich der AKP zuzuwenden, anstatt unabhängig zu bleiben. Es wird eingeschätzt, dass diese Dynamik mit der Annäherung des Verfassungsprozesses zunehmen könnte.
INTENSIVE KONTAKTE ZU DEVA- UND GELECEK-PARTEI
Eines der am offensten diskutierten Themen in den Kulissen sind die Kontakte zu Abgeordneten der DEVA-Partei und der Gelecek-Partei. Es wird behauptet, dass einige Namen aus diesen Parteien einem Wechsel zur AKP positiv gegenüberstehen, persönliche Gespräche geführt wurden und einige Kontakte bereits „reif“ seien.
Zudem wird erklärt, dass auch Berechnungen auf Basis von Abgeordneten angestellt werden, die derzeit den Status als Unabhängige innehaben. Es wird gemunkelt, dass diese Wechsel öffentlich werden könnten, sobald der Rahmen des Verfassungsprozesses geklärt ist.
BEHAUPTUNGEN ZU CHP UND İYİ PARTI WERDEN IN DEN KULISSEN DISKUTIERT
Eine weitere Behauptung, die in den Kulissen für Aufmerksamkeit sorgt und im Lager der Opposition für Unbehagen sorgt, besagt, dass auch einige Abgeordnete der CHP und der İYİ Parti auf der Transferliste stehen. Es wird berichtet, dass Quellen aus dem Umfeld der AKP die Einschätzung teilen: „Es gibt Namen aus jeder Partei, mit denen gesprochen wird.“ Diese Kontakte würden derzeit in einem engen Rahmen und abseits der Öffentlichkeit geführt, jedoch könnten vor kritischen Abstimmungen unerwartete Wechsel stattfinden.
KRITIK AN „POLITISCHEM ENGINEERING“ IM OPPOSITIONS-LAGER
In den Kulissen der Opposition stoßen diese Behauptungen auf Kritik, die als „politisches Engineering gegen den Willen des Parlaments“ bezeichnet wird. Es wird die Ansicht vertreten, dass der Versuch, eine Mehrheit für ein Thema wie die Verfassung, das einen gesellschaftlichen Konsens erfordert, durch Abgeordnetentransfers zu erreichen, die demokratische Legitimität in Frage stellen würde.
In AKP-Kreisen wird darauf hingewiesen, dass der Fahrplan für die Verfassungsänderung klarer werden wird, sobald der Parlamentskalender konkreter ist. Mögliche Abgeordnetenwechsel könnten in einem Zeitraum kurz vor der Einreichung des Verfassungsentwurfs im Parlament öffentlich bekannt gegeben werden.