AKP bereitet neuen Gesetzesentwurf für das Parlament vor: Besteht aus 30 Artikeln

In der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) wird in dieser Woche ein umfassender Gesetzesentwurf debattiert, der den Schutz von Nationalparks und die Regelung von Grundstückseigentumsverhältnissen vorsieht. Zudem plant die AKP, dem Parlament einen neuen Gesetzesentwurf mit etwa 30 Artikeln vorzulegen.

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Die vergangene Woche in der TBMM war von intensiver Ausschussarbeit geprägt. Auch in dieser Woche wird die Arbeit der Abgeordneten ohne Unterbrechung fortgesetzt. Insbesondere werden die Artikel des Gesetzesentwurfs beraten, der Änderungen am Nationalparkgesetz sowie an einigen damit verbundenen Gesetzen vorsieht. Der Entwurf, von dem in der vergangenen Woche fünf Artikel angenommen wurden und der insgesamt 30 Artikel umfasst, enthält Neuerungen, die das Naturschutzregime neu gestalten werden.

Es ist geplant, der Generaldirektion für Naturschutz und Nationalparks erweiterte Kontrollbefugnisse zu übertragen, um die Feuchtgebiete des Landes und das ökologische Gleichgewicht zu schützen. Nicht nur Forstschutzbeamte, sondern auch Jagd- und Naturschutzbeamte sowie Feldwächter sollen in diesen Gebieten Schutzaufgaben übernehmen und Straftaten verfolgen.

REGELUNGEN FÜR EINRICHTUNGEN UND BEBAUUNG IN NATIONALPARKS

Privatpersonen und juristische Personen des Privatrechts sollen mit Genehmigung des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft und nach Stellungnahme des Umweltministeriums die Möglichkeit erhalten, touristische Einrichtungen oder Gebäude in Nationalparks und Naturparks zu errichten. Die Dauer des mit dieser Genehmigung eingeräumten Nießbrauchsrechts darf jedoch 49 Jahre nicht überschreiten. Sollte der Erfolg beim Betrieb der Einrichtung vom Ministerium für Kultur und Tourismus zertifiziert werden, kann diese Frist auf bis zu 99 Jahre verlängert werden.

GEBÜHREN FÜR INFRASTRUKTUR- UND VERKEHRSPROJEKTE

Während das öffentliche Interesse im Vordergrund steht, können für Infrastruktur- und Verkehrsprojekte in Nationalparks kostenpflichtige Genehmigungen eingeführt werden. Andererseits werden für bestimmte Dienstleistungseinrichtungen, die speziell für streng geschützte Gebiete errichtet werden, keine Gebühren erhoben.

VERSCHÄRFUNG DER STRAFEN DURCH NEUE REGELUNGEN

In Fällen, in denen eine Schädigung der natürlichen Struktur und des Ökosystems von Nationalparks festgestellt wird, sind für natürliche oder juristische Personen, die die Natur zerstören, das ökologische Gleichgewicht stören oder negative Auswirkungen auf Fauna und Flora haben, strenge Strafen vorgesehen. Wer nicht genehmigte Gebäude und Anlagen errichtet, die natürliche Vegetation schädigt oder illegale Siedlungen vornimmt, muss je nach Art des Vergehens mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu drei Jahren sowie einer gerichtlichen Geldstrafe von bis zu 5.000 Tagen rechnen.

STRAFEN FÜR DEN ZUGANG ZU NATIONALPARKS UND WILDEREI

Die Eintrittspreise für Nationalparks werden von der Generaldirektion für Naturschutz und Nationalparks festgelegt. Besucher, die sich unbefugt Zutritt verschaffen, müssen eine Geldstrafe in Höhe des 14-fachen Eintrittspreises zahlen.

Darüber hinaus werden die Geldstrafen für illegale Jagd in geschützten Jagdgebieten deutlich erhöht. Bei Verstößen in Gebieten, die von der Zentralen Jagdkommission gesperrt wurden, kann die Strafe von 200 Lira auf bis zu 10.000 Lira steigen. Bei Verstößen gegen spezielle Jagdverbote kann die Strafe sogar auf bis zu 15.000 Lira ansteigen.

Die Regierungsseite steht kurz vor dem Abschluss der Vorbereitungen für einen neuen Gesetzesentwurf mit etwa 30 Artikeln, der in dieser Woche auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt werden soll. Einer der hervorstechenden Punkte dieses Entwurfs zielt darauf ab, die Grundbuchprobleme in ehemaligen Waldgebieten und auf Grundstücken der staatlichen Wasserbehörde (DSİ), die ihren Nutzungszweck verloren haben, zu beseitigen.

ZIEL: LÖSUNG VON GRUNDBUCHPROBLEMEN

Es wird angestrebt, Grundbuchprobleme bei Grundstücken zu lösen, die faktisch besiedelt sind, in den offiziellen Registern jedoch weiterhin als Waldgebiete oder als der DSİ zugewiesene Flächen geführt werden. Damit soll sowohl das Leid der Bürger gelindert als auch die Flächennutzung in der öffentlichen Verwaltung geklärt werden.

WOCHE DER AUSSCHUSS- UND FRAKTIONSSITZUNGEN

Am Mittwoch tritt der Unterausschuss für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften innerhalb des Auswärtigen Ausschusses zusammen. In dieser Sitzung wird der Ausschuss die stellvertretende Ministerin für nationale Bildung, Celile Eren Ökten, anhören und Informationen über die Bildungsaktivitäten des Ministeriums im Ausland erhalten.

Die AKP und andere politische Parteien werden ihre wöchentlichen Fraktionssitzungen am Dienstag und Mittwoch abhalten, um ihren Fahrplan für die Tagesordnung des Parlaments festzulegen. Die alle zwei Wochen stattfindende AKP-Fraktionssitzung wird ebenfalls in dieser Woche unter Teilnahme der Parteimitglieder abgehalten.