AKP-Bürgermeister lässt Atatürk auf Plakat zum 100. Jubiläum weg

Der AKP-Bürgermeister von Elazığ, Şahin Şerifoğulları, hat auf den Plakaten, die er für die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Republik drucken ließ, keinen Platz für den Gründer der Republik, Mustafa Kemal Atatürk, vorgesehen.

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Die Republik Türkei feiert heute ihren 100. Geburtstag. Während die Debatte darüber anhält, dass die Regierung den Feierlichkeiten zum Tag der Republik nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt, haben die von dem AKP-Bürgermeister von Elazığ, Şahin Şerifoğulları, aufgehängten Plakate für Empörung gesorgt.

PLAKATE OHNE ATATÜRK IN DER GANZEN STADT AUFGEHÄNGT

Während die AKP-geführte Stadtverwaltung von Elazığ auf vielen Werbetafeln der Stadt Plakate für eine Buchmesse aufhängte, die vom 28. Oktober bis zum 5. November stattfindet und an der der AKP-Abgeordnete aus Istanbul, Hulki Cevizoğlu, sowie regierungsnahe Autoren teilnehmen, entschied sie sich dafür, die Plakate zum 100. Jahrestag der Republik ohne Atatürk zu gestalten. Die Plakate, auf denen lediglich ein Foto des Bürgermeisters Şahin Şerifoğulları zu sehen ist, wurden überall in der Stadt aufgehängt.

„ALS HÄTTE ER DIE REPUBLIK SELBST GEGRÜNDET“

Wie aus einem Bericht von Sözcü hervorgeht, äußerte der Provinzvorsitzende der Zafer-Partei in Elazığ, Onur Omrak, seine Empörung darüber, dass der AKP-Bürgermeister Şerifoğulları auf den Plakaten kein Bild von Atatürk verwendet hat: „Während wir den 100. Jahrestag unserer Republik feiern, müssen wir mit Bedauern feststellen, dass wir auf den Werbetafeln anstelle des Retters unseres Vaterlandes, Gazi Mustafa Kemal Atatürk, der Elazığ seinen Namen gab, das Bild des Bürgermeisters von Elazığ sehen, als hätte er die Republik selbst gegründet. Wir verurteilen diese Mentalität, die sich bei passender Gelegenheit hinter den Werten Atatürks versteckt. Der Bürgermeister, der die Mittel und das Budget der Stadtverwaltung für Wahlkampfwerbung auf Werbetafeln nutzt, räumt dem Gründer unserer Republik in der visuellen Darstellung keinen Platz ein. Die Bevölkerung von Elazığ wird die Republik und ihre Werte verteidigen und an der Wahlurne die entsprechende Antwort geben. Es lebe die Republik, es lebe Atatürk“, erklärte er.