AKP-Quellen enthüllen: Neue Entwicklung bei den Dossiers gegen Özgür Özel und CHP-Abgeordnete

In den Parlamentsfluren gibt es neue Einschätzungen zum Schicksal der gegen Özgür Özel und einige CHP-Abgeordnete erstellten Dossiers. Es heißt, die AKP setze ihren Ansatz fort, Dossiers, die keine Straftaten betreffen, welche in der Öffentlichkeit auf große Empörung stoßen, in dieser Legislaturperiode nicht zu bearbeiten.

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In der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) beginnt sich der Ansatz bezüglich der Immunitätsakten von Abgeordneten zu klären. AKP-Führungskräfte äußern, dass man im Einklang mit der zu Beginn des Legislaturjahres verabschiedeten prinzipiellen Haltung dazu neige, Dossiers, die keine Straftaten betreffen, welche in der Öffentlichkeit auf große Empörung stoßen, nicht zu bearbeiten.

In diesem Rahmen wird erwartet, dass auch die Dossiers, die den CHP-Fraktionsvorsitzenden in der TBMM, Özgür Özel, sowie einige weitere CHP-Abgeordnete betreffen, bis zum Ende der Legislaturperiode zurückgestellt werden.

VORWÜRFE ZU ANTALYA UND ZUM PARTEITAG IN DEN DOSSIERS ENTHALTEN

Dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge enthalten die Dossiers zu Antalya, in denen Özgür Özel, Veli Ağbaba, Ali Mahir Başarır, Umut Akdoğan, Cavit Arı und Mustafa Erdem aufgeführt sind, Vorwürfe, wonach von Muhittin Böcek im Gegenzug für eine Kandidatur als Oberbürgermeister Geld angenommen worden sei.

In einem weiteren Dossier, das auf Basis der Aussagen von Özkan Yalım erstellt wurde, finden sich Vorwürfe gegen Özgür Özel und Veli Ağbaba, wonach beim 38. Ordentlichen Parteitag der CHP Versuche unternommen worden seien, den Willen der Delegierten zu beeinflussen, und der Prozess der Wahl zum Parteivorsitzenden manipuliert worden sei.

EINSCHÄTZUNG DER FEZLEKE DURCH AKP-QUELLEN

AKP-Quellen gaben an, dass es nicht geplant sei, Dossiers auf die Tagesordnung zu setzen, die nicht Themen wie Terrorstraftaten, Tötungsdelikte oder Sexualstraftaten betreffen, welche in der Gesellschaft für Aufruhr sorgen.

Parteiquellen bewerteten die Lage wie folgt: "Sollten Dossiers zu Straftaten eingehen, die in der Gesellschaft für Aufruhr sorgen, wird die Immunität selbstverständlich aufgehoben. Derzeit werden jedoch bezüglich der fraglichen Dossiers keinerlei Schritte unternommen."

KILIÇDAROĞLUS VORSTOSS ZUR IMMUNITÄT

Andererseits wurde berichtet, dass der CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu und die Parteiführung die Ansicht vertreten, dass insbesondere die Immunität der aus der Partei ausgeschlossenen Abgeordneten aufgehoben werden sollte, damit diese sich vor Gericht verantworten können.

Kılıçdaroğlu hatte in einer Fernsehsendung erklärt: "Wenn es solche Vorwürfe gegen mich gäbe, würde ich selbst die Aufhebung meiner Immunität fordern, um meine Unschuld zu beweisen."