Alarm wegen Frostkatastrophe in der Landwirtschaft: CHP-Appell an die Regierung für die Landwirte
Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Erhan Adem erklärte, dass die landesweite Frostkatastrophe den Agrarsektor gelähmt habe, und kritisierte das Schweigen der Regierung. Adem rief zur Unterstützung der Erzeuger auf und forderte, die betroffenen Gebiete umgehend zum Katastrophengebiet zu erklären.
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Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Erhan Adem betonte in einer Erklärung zu den Folgen der Frostkatastrophe, dass dringend ein umfassendes Unterstützungspaket geschnürt werden müsse, um die geschädigten Erzeuger nicht zu verlieren. Adem sagte: "Der Agrarsektor ist nicht nur die Lebensgrundlage der Landwirte, sondern auch der gedeckte Tisch für 85 Millionen Menschen. Wenn der Erzeuger die Produktion aufgibt, kann auch der Verbraucher keine Lebensmittel mehr erhalten. Was wir heute erleben, ist das deutlichste Beispiel dafür."
Erhan fügte hinzu:
"Die Schäden unserer Erzeuger, die keine Agrarversicherung abschließen konnten oder aus dem Versicherungsschutz herausgefallen sind, müssen durch unparteiische Schadensfeststellungskommissionen dokumentiert werden, die unverzüglich in den Provinzen und Bezirken eingerichtet werden müssen. Man kann den Erzeuger nicht dafür bestrafen, dass er keine Versicherung abgeschlossen hat. Dies ist eine Katastrophe, kein menschliches Versagen! Insbesondere einige unserer Regionen, die schwer von der Frostkatastrophe betroffen sind, müssen umgehend zum ‚Katastrophengebiet‘ erklärt werden. Dies ist zwingend erforderlich, um den Erzeugern ein wenig Luft zum Atmen zu verschaffen und ihnen zu ermöglichen, wieder auf die Beine zu kommen. Ohne die Katastrophe beim Namen zu nennen, lassen sich keine Lösungen finden.
''WIR HABEN ES LEIDER WIEDER EINMAL GESEHEN''
Kreditverbindlichkeiten bei der Ziraat Bank, den landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften und Privatbanken sowie Sozialversicherungsbeiträge und Stromschulden müssen zinsfrei gestundet werden. Damit diese Erzeuger überleben können, ist dies kein Gnadenakt mehr, sondern eine Notwendigkeit. Frost, Überschwemmungen, Hagel und Dürre sind im landwirtschaftlichen Kalender dieses Landes keine Ausnahmen mehr, sondern zur Normalität geworden. Trotzdem ist es ein Zeichen von Hilflosigkeit, bei jeder Katastrophe erneut darüber nachzudenken, ‚was wir tun sollen‘. Die Regierung hat keine wirksame, präventive und auf den Erzeuger ausgerichtete Agrarpolitik. Das haben wir leider wieder einmal gesehen.
Jede Maßnahme, die heute nicht ergriffen wird, wird sich morgen sowohl in der Insolvenz der Erzeuger als auch in Preiserhöhungen für die Verbraucher niederschlagen. Der Anstieg der Lebensmittelinflation und die Tatsache, dass sich Geringverdiener Obst und Gemüse nicht mehr leisten können, ist unser aller Problem. Wenn dieser Brand jetzt nicht gelöscht wird, werden wir bald alle gemeinsam verbrennen.
''MUSS ZUM KATASTROPHENGEBIET ERKLÄRT WERDEN''
Es muss Schluss sein mit Erklärungen, die nur den Tag retten, und mit Besuchen, die nur der Show dienen. Die Auswirkungen der Frostkatastrophe werden sich nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Monaten noch verschärfen. Als CHP wiederholen wir unsere Forderung, dass die schwer beschädigten Gebiete zum Katastrophengebiet erklärt werden und die Schulden der Erzeuger zinsfrei gestundet werden. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis umfassende, geplante und dauerhafte Lösungen gefunden sind, die die Landwirtschaft am Leben erhalten."