Anklageschrift gegen 3 Personen wegen skandalöser Handlungen am Grab von İkbal Uzuner fertiggestellt
Die Ermittlungen zu den unangemessenen Handlungen am Grab der 19-jährigen İkbal Uzuner, die in Fatih von Semih Çelik auf den Stadtmauern ermordet wurde, sind abgeschlossen. In der erstellten Anklageschrift wird für die drei jeweils 15-jährigen Jugendlichen eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren und 8 Monaten gefordert.
İHA
Die Ermittlungen zu den unangemessenen Handlungen am Grab der 19-jährigen İkbal Uzuner, die in Istanbul-Fatih von Semih Çelik grausam ermordet wurde, am 19. November 2025 sind abgeschlossen. In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift tritt der Vater Hasan Uzuner als Nebenkläger auf, während Ö.D. (15), Ö.E.E. (15) und Y.A. (15) als „strafmündige Jugendliche“ (suça sürüklenen çocuk) als Beschuldigte geführt werden.
ALS MÖRDER VERKLEIDET UND MIT DEMSELBEN LIED GEPOSST
In der Anklageschrift wird dargelegt, dass die Jugendlichen in gemeinsamer Absicht und Handlung handelten. Es wurde festgestellt, dass die Jugendlichen Kleidung trugen, die derjenigen ähnelte, die Semih Çelik am Tag des Mordes trug, dass sie zu den Stadtmauern gingen, Ö.D. sein Haar dem Frisurenstil des Mörders anpasste und sich rücklings hinlegte, um sich selbst und die Stadtmauern aufzunehmen. Die entstandenen Aufnahmen wurden zusammen mit dem Lied, das Çelik verwendete, über soziale Medien geteilt.
UNANGEMESSENE HANDLUNGEN AM GRAB
Den Feststellungen in der Anklageschrift zufolge legte Ö.D. mit einer Zigarette im Mund ein spöttisches Verhalten an den Tag und näherte sein Geschlechtsteil dem Grabstein von İkbal Uzuner, während Ö.D. und Ö.E.E. in dieser Zeit Wasser auf das Grab gossen. Es wurde mitgeteilt, dass das Video dieser Momente in den sozialen Medien mit dem Ausdruck „ertrunken“ (boğuldu) geteilt wurde.
Die Staatsanwaltschaft bewertete diese Handlungen sowohl als Straftatbestand der „Beschädigung von Andachtsstätten und Friedhöfen“ als auch als Verhalten, das die Ehre, Würde und das Ansehen der verstorbenen İkbal Uzuner verletzte.
VATER ERFUHR DURCH VIDEOAUFNAHMEN VON DEM VORFALL
In der Anklageschrift wird ausgeführt, dass der Vater Hasan Uzuner nach der Arbeit gemeinsam mit seiner Ehefrau das Grab seiner Tochter besuchte, währenddessen ihn Arbeitskollegen und Personen, die seine Tochter schützen wollten, anriefen und ihm mitteilten, dass es Videoaufnahmen gebe, auf denen zu sehen sei, wie Wasser auf das Grab gegossen und unangemessene Handlungen vorgenommen wurden. Uzuner habe auf diese Weise von dem Vorfall erfahren.
VERTEIDIGUNG: „NICHT SEXUELLER NATUR“
In der Anklageschrift wurden auch die Aussagen der Jugendlichen wiedergegeben. Es wurde festgehalten, dass Ö.D. argumentierte, er habe nicht vorhersehen können, dass die Ereignisse einen solchen Verlauf nehmen würden, und dass seine Handlungen in keiner Weise sexueller Natur gewesen seien. Ö.E.E. gab an, lediglich an der Bewässerung des Grabes teilgenommen zu haben und bereue es, mit diesem Vorfall in Verbindung gebracht zu werden; Y.A. erklärte, er wäre definitiv nicht dorthin gegangen, wenn er die Konsequenzen des Vorfalls gekannt hätte, und sei traurig über das Geschehene.
STRAFANTRAEGE VON BIS ZU 2 JAHREN UND 8 MONATEN
In der erstellten Anklageschrift wurden für die Jugendlichen Ö.D., Ö.E.E. und Y.A. wegen der Straftatbestände „Beleidigung des Andenkens einer verstorbenen Person“, „Verherrlichung einer Straftat und eines Straftäters“ sowie „Beschädigung von Andachtsstätten und Friedhöfen“ jeweils Freiheitsstrafen zwischen 5 Monaten und 2 Jahren und 8 Monaten gefordert.