Anklageschrift gegen Beyoğlu-Bürgermeister İnan Güney erstellt: Bis zu 35 Jahre Haft gefordert
Die staatsanwaltschaftliche Anklageschrift im Ermittlungsverfahren gegen den Bürgermeister von Beyoğlu, İnan Güney, wurde fertiggestellt. Für Güney, dem bis zu 35 Jahre Haft drohen, wurde die Zusammenlegung seines Falls mit einem laufenden Verfahren bei der Stadtverwaltung Istanbul beantragt.
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Im Ermittlungsverfahren gegen den seit sieben Monaten inhaftierten Bürgermeister von Beyoğlu, İnan Güney, gibt es eine neue Entwicklung.
Wie die Journalistin Ceylan Sever berichtet, werden Güney und sein enges Arbeitsteam in der von der Staatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift des „Betrugs zum Nachteil öffentlicher Institutionen und Organisationen“ sowie der „Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, ohne ihr anzugehören“ beschuldigt.
Den Informationen in der Anklageschrift zufolge wurden nicht nur Güney, sondern auch sein Büroleiter Seyhan Özcan, seine Schwester Sabriye Akkaya, sein Schwager İsmail Akkaya, sein Fahrer Deniz Göleli und sein Leibwächter Veysel Eren Güven im Rahmen derselben Vorwürfe vor Gericht gebracht. Die Staatsanwaltschaft forderte für diese Personen jeweils Haftstrafen, die von 12 Jahren und 8 Monaten bis zu 35 Jahren reichen können.
Zudem wurde beantragt, den Fall mit einem Korruptionsprozess zusammenzulegen, der die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) betrifft und derzeit vor dem 40. Schwurgericht in Istanbul verhandelt wird.
WAS WAR GESCHEHEN?
Im Rahmen einer im August letzten Jahres eingeleiteten Operation gegen die Stadtverwaltung Beyoğlu waren insgesamt 44 Personen festgenommen worden. Von den Personen, die zu zwei verschiedenen Zeitpunkten in das Gerichtsverfahren einbezogen wurden, wurden 17 Personen, darunter Bürgermeister Güney, inhaftiert. Die übrigen 27 Personen wurden unter Auflagen und mit einem Ausreiseverbot wieder auf freien Fuß gesetzt.
In Erklärungen während der Ermittlungen wurde behauptet, dass ein Teil der festgenommenen Personen in Verbindung mit dem Berater des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Istanbul, Murat Ongun, agiert habe. Dadurch kamen Behauptungen auf, dass die laufenden Ermittlungen nicht nur auf die Stadtverwaltung Beyoğlu beschränkt seien, sondern Teil eines umfassenderen Korruptionsfalls seien, der auch andere Stadtverwaltungen umfasse.
Während İnan Güney und die anderen Verdächtigen im Rahmen der Anklageschrift, die dem Gericht vorgelegt werden soll, auf ein faires Verfahren warten, bleibt abzuwarten, wie der juristische Prozess weiter verlaufen wird.