Anklageschrift gegen den Bürgermeister von Büyükçekmece, Hasan Akgün, erstellt: 68 bis 183 Jahre Haft gefordert...

Elf Monate nach seiner Festnahme wurde die Anklageschrift gegen den Bürgermeister von Büyükçekmece, Hasan Akgün, fertiggestellt. Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul erhebt in dem 31 Beschuldigte umfassenden Fall Vorwürfe wegen „Gründung einer kriminellen Vereinigung, Bestechlichkeit und Erpressung“.

12punto

Die Anklageschrift gegen den Bürgermeister von Büyükçekmece, Hasan Akgün, der im Rahmen von Ermittlungen gegen CHP-geführte Kommunen am 3. Juni 2025 festgenommen wurde, liegt nach 11 Monaten vor.

Die Anklageschrift wurde an das 27. Schwurgericht Istanbul übermittelt.

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit, dass die Akte Vorwürfe gegen insgesamt 31 Beschuldigte, darunter Akgün, im Zusammenhang mit 14 verschiedenen Taten enthält.

In der Anklageschrift wird für Akgün eine Bestrafung wegen „Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung zur Erlangung von Vorteilen“, 11-facher „Bestechlichkeit“, 2-facher „Erpressung durch Nötigung“ sowie „Geldwäsche aus Straftaten“ gefordert. 

68 BIS 183 JAHRE HAFT

Während für Akgün eine Freiheitsstrafe von 68 bis 183 Jahren gefordert wird, wurde zudem die Beschlagnahmung von 13 Immobilien beantragt, die angeblich aus den Straftaten stammen sollen. 

Darüber hinaus wurde die Einziehung von 13 Immobilien gefordert, die mutmaßlich aus den Straftaten erlangt wurden.

11 MONATE LANG KEINE ANKLAGESCHRIFT

Es sorgte für Aufmerksamkeit, dass die Anklageschrift gegen Akgün, der am 3. Juni 2025 im Zuge der Ermittlungen gegen CHP-Kommunen inhaftiert wurde, erst nach etwa 11 Monaten erstellt wurde.

Akgün hatte zuvor in einer Erklärung auf das lange Ausbleiben der Anklageschrift reagiert und geäußert: „Ich schreibe diese Zeilen in Silivri, zwischen vier Wänden, aus einer Zelle heraus. Als ein Bürgermeister, der diesem Land seit über einem halben Jahrhundert dient, bin ich heute gezwungen, mich zu rechtfertigen. Seit fast 11 Monaten bin ich meiner Freiheit beraubt und weiß immer noch nicht, was mir vorgeworfen wird. Es gibt keine Anklageschrift.“